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Schon 50 Absagen für Tillich - Dankesfeier soll trotzdem stattfinden

Helfer sagen: "Nein, Danke" Schon 50 Absagen für Tillich - Dankesfeier soll trotzdem stattfinden

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) will seine Dankesfeier für Flüchtlingshelfer trotz zahlreicher Absagen wie geplant durchziehen. Doch viele Helfer wollen nicht als Kulisse für den Landeschef dienen. Stattdessen soll Tillich endlich Stellung gegen Rechts beziehen.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sieht sich zunehmender Kritik für sein zögerliches Vorgehen gegen rechte Umtriebe in Sachsen ausgesetzt (Archivbild).

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) will seine Dankesfeier für Flüchtlingshelfer trotz zahlreicher Absagen wie geplant durchziehen. Wie die Staatskanzlei am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, gab es bisher etwa 50 Absagen für die Feier am Freitag. Für die Party im Dresdner Eisstadion waren 3000 Einladungen an Vereine, Verbände und Personen verschickt worden. Rund 2000 Rückmeldungen gab es. „Wir möchten Dank an die Helfer sagen und haben dafür auch viel Zuspruch erhalten, zum Beispiel vom Deutschen Roten Kreuz“, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei.

Zuvor hatte der „Familienverein für Groß und Klein in Chemnitz“ seine Absage öffentlich gemacht. Damit reagierte er vor allem auf die ausländerfeindlichen Vorfälle der vergangenen Tage in Sachsen. „Uns ist nicht zum Feiern zumute, wenn Geflüchtete und auch Helfer in Sachsen immer wieder Gewalt, Hass und Kriminalität ausgesetzt sind“, erklärte Vereinschefin Jacqueline Hofmann. In einem Offenen Brief riefen verschiedene Initiativen aus Chemnitz Tillich dazu auf, angesichts fremdenfeindlicher Taten klar Stellung zu beziehen. „Es ist inzwischen deutschlandweit der Eindruck entstanden, dass das Land Sachsen den vor Krieg und Elend Geflüchteten keinen Schutz bietet! Wir befürchten, dass es zukünftig neben körperlichen und seelischen Verletzungen zu weiteren, schwerwiegenden Folgen kommen wird!“, hieß es in dem Brief. Dass es bei den Brandanschlägen und Übergriffen noch keine Todesopfer gab, habe nichts mit den Schutzmaßnahmen der Landesregierung, sondern nur mit Glück zu tun.

lvz

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