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Schurig bleibt Datenschutzbeauftragter - Blick auf Behörden

Landtag Schurig bleibt Datenschutzbeauftragter - Blick auf Behörden

Es gibt nur wenige Persönlichkeiten in den sächsischen Behörden, die parteiübergreifend unangefochten sind. Der Sozialdemokrat Andreas Schurig gehört als oberster Datenschutzbeauftragter dazu.

Sachsens Datenschutzbeauftragter Andreas Schurig.

Quelle: dpa

Dresden. Der Mathematiker und Theologe Andreas Schurig ist für weitere sechs Jahre als sächsischer Datenschutzbeauftragter bestätigt worden. Der 57-Jährige bekam am Donnerstag zur Abstimmung im Landtag 110 Stimmen und wurde damit parteiübergreifend gewählt. Fünf Parlamentarier stimmten mit Nein, sechs enthielten sich. Schurig studierte zunächst an der Technischen Universität Dresden Mathematik und später in Leipzig und Erfurt Theologie. Von 1993 an hatte er zehn Jahre lang das Amt des stellvertretenden Datenschutzbeauftragten in Sachsen, seit 2004 führt er die Behörde. „In der nächsten Amtszeit wird die Neuordnung des Europäischen Datenschutzes und der damit verbundene Informationsbedarf für Bürger, Unternehmen und Verwaltungen unsere Tätigkeit in Anspruch nehmen“, erklärte Schurig nach der Wahl.

Datenschutz sei eine Bildungsaufgabe, die den Einzelnen befähigen solle, sich in einer auf Informationsverarbeitung angelegten Gesellschaft selbstbestimmt zu bewegen: „Ich erwarte auch, dass uns insbesondere die Tätigkeit der Polizei- und Sicherheitsbehörden aufgrund des aktuellen Zeitgeschehens noch mehr in Anspruch nehmen wird.“ Der Datenschutzbeauftragte hat die Behörden in Sachsen in Belangen des Datenschutzes zu beraten und zu kontrollieren. Das Amt ist dem Landtag angegliedert. Schurig kann auf etwa 20 Mitarbeiter bauen - Juristen, Informatiker und Verwaltungsfachleute. Alle zwei Jahre muss er einen Bericht über seine Arbeit liefern. Zudem informiert er die Öffentlichkeit, wenn er gravierende Missstände bei der Verarbeitung personenbezogener Daten feststellt. Neben der Beratung und Aufklärung richtet er sein Augenmerk vor allem auf die Entwicklung der automatisierten Datenverarbeitung in der öffentlichen Verwaltung und in privaten Unternehmen.

Von LVZ

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