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Schweizer Sprachwissenschaftler will Lexikon sächsischer Dialekte erstellen

Schweizer Sprachwissenschaftler will Lexikon sächsischer Dialekte erstellen

Sächsisch ist nicht gleich Sächsisch. Die Mundart tritt in verschiedenen Ausprägungen auf. So unterscheidet sich das Leipziger Sächsisch deutlich von der Mundart in Chemnitz oder Dresden.

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Katrin Weber, Tom Pauls, Uwe Steimle und Bernd-Lutz Lange pflegen die sächsische Mundart auf der Bühne und privat.

Quelle: dpa

Leipzig. Die einen hängen an ihre Aussagen gern ein „nu“, in anderen Gegenden wird jedes P zum B. Zum Teil würden sich selbst Sachsen untereinander kaum verstehen, wenn sie aus verschiedenen Regionen kommen, betonen Sprachwissenschaftler.

Der Schweizer Linguist Beat Siebenhaar, der am Institut für Germanistik der Universität Leipzig lehrt, will ein Lexikon zu den sächsischen Dialekten erarbeiten. Derzeit befände er sich noch in der Planung, das Projekt werde voraussichtlich noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen, da die Mundart zahlreiche Varianten aufweise.

Forschungsschwerpunkt des Schweizers sind die sogenannte Varietäten, also unterschiedliche Ausprägungen der deutschen Sprache wie Dialekte oder die Umgangssprache.

Zuvor konzentrierte sich Siebenhaar auf die Sprachen der Schweiz. Seit gut zwei Jahren lebt er mit seiner Familie in Leipzig und lehrt an der Universität Variationslinguistik. Zunächst beschäftigte er sich mit der Stadtsprache Leipzig, schon hier habe er unterschiedliche Ausprägungen der Mundart herausgehört und möchte den Schwerpunkt nun auf das Sächsische legen.

Mit seinem Lexikon hat sich Beat Siebenhaar eine eher unpopuläre Mundart ausgesucht: Sächsisch gilt als einer der unbeliebtesten Dialekte in Deutschland. Das hat eine Umfrage des Mannheimer Instituts für Deutsche Sprache und der Uni Mannheim im Sommer 2009 ergeben. 30 Prozent der befragten Bundesbürger gaben damals an, Sächsisch als „besonders unsympathisch“ zu empfinden. Gerade einmal sieben Prozent mochten Sächsisch sehr gern. Für die Studie wurden etwa 2000 Menschen befragt. Auch in anderen Studien landete Sächsisch immer wieder unter den unbeliebtesten Dialekten.

cgr/dpa

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