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Sibirische Kälte weht nach Deutschland - Bis zu minus 20 Grad in der neuen Woche möglich

Sibirische Kälte weht nach Deutschland - Bis zu minus 20 Grad in der neuen Woche möglich

Deutschland muss sich warm anziehen: In der kommenden Woche könnte es knackig kalt werden - mit Temperaturen bis minus zwanzig Grad. Verantwortlich dafür ist das Sibirienhoch Cooper, das eiskalte Luft bringt.

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Quelle: Wolfgang Zeyen

Offenbach. Bis zum Freitag werde es täglich kälter, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag. „Von Donnerstag bis Samstag sollten kälteempfindliche Menschen eher keine Außentermine planen, denn der bockige Ostwind wird auch tagsüber die gefühlten Temperaturen immer im zweistelligen Minusbereich halten.“

Im Osten Deutschlands gebe es derzeit schon Dauerfrost, von Dienstag an werde auch der Westen davon erfasst. Selbst am Niederrhein seien Eistage mit Höchstwerten unter null Grad zu erwarten. Ausgenommen vom Dauerfrost seien wohl nur Küstengebiete und Inseln. „Sibirienhoch Cooper bringt uns die von den Energieunternehmen heiß herbeigesehnten Temperaturen“, teilte der DWD mit Blick auf den bislang milden Winter mit.

Besonders bei einer Schneedecke können die Temperaturen richtig in den Keller gehen. „Schnee wirkt wie ein Kälteakku“, sagte die DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. Örtlich sind daher ab der Wochenmitte Werte unter minus 20 Grad nicht ausgeschlossen.

Die Woche beginnt am Montag noch mit leichtem Dauerfrost. Nur im Südwesten und Westen schneit es noch etwas. Die Temperaturen sinken auf minus 4 Grad im Westen und minus 13 Grad im Osten. An den Alpen und in den östlichen Mittelgebirgen sind bereits Werte unter minus 15 Grad möglich.

Am Mittwoch soll dann fast überall strenger Frost mit Temperaturen unter minus zehn Grad herrschen. Dafür zeigt sich dann die Sonne. Die Höchstwerte liegen bei minus ein Grad im Westen und minus neun Grad im Osten.

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Zum Hintergrund: Wenn kräftige Hochdruckgebiete über Sibirien liegen, kann es in Deutschland einen besonders strengen Winter geben. Im Norden Sibiriens mit dem angrenzenden arktischen Polarmeer fallen die Temperaturen im Winter auf bis zu minus 60 Grad, der Boden ist dauerhaft gefroren. Da die Sonne im Winter in der Polarregion für längere Zeit nicht aufgeht, können sich die kalten Luftmassen nicht erwärmen. Das stabile Hochdruckgebiet sorgt dann dafür, dass sich die Atmosphäre ständig weiter abkühlt und die trockene Luft aus höheren Schichten nach unten sinkt. Die sibirische Festlandluft ist die kälteste Luftmasse, die im Winter nach Europa zieht.

Das sibirische Hochdruckgebiet Cooper bringt noch ein weiteres Phänomen mit sich: Einen ziemlich hohen Luftdruck, der von herkömmlichen Barometern hierzulande vielleicht gar nicht mehr erfasst werden kann. Der DWD geht davon aus, dass zu Wochenanfang ein Wert von über 1060 Hektopascal (hPa) erreicht werden könnte. Der bisher höchste in Deutschland gemessene Wert sei am 21. Januar 1907 in Berlin mit 1058 hPa registriert worden. Die üblichen Geräte können laut DWD bis 1050 hPa anzeigen.

Der Druck selbst sei für Menschen nicht direkt zu spüren, wohl aber die Folge davon, erläuterte Meteorologin Paetzold. Wegen der Ausgleichsbewegungen der Luftmassen bleibe es windig. „Das ist bei Kälte eine ganz gemeine Geschichte.“

Im Harz sorgte die klirrende Kälte am Wochenende für beste Skibedingungen. Besonders in Braunlage kam es zu einem großen Andrang, wie die Polizei berichtete: „Da stapeln sich fast die Autos übereinander.“ Der Brocken im Harz ist derweil unter einer dicken Schneedecke begraben. Der Wintereinbruch habe die Schneehöhe auf dem 1142 Meter hohen Berg auf 1,75 Meter steigen lassen, sagte Meteorologe Michael Hübel von der dortigen Wetterwarte am Sonntag.

In Berlin rettete der Mut eines 17-Jährigen einem 46 Jahre alten angetrunkenen Mann wohl das Leben. Der brach in einem Weiher im Stadtteil Hellersdorf im Eis ein und drohte zu ertrinken, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte ging der Jugendliche aufs Eis und zog ihn ans Ufer.

Jan Brinkhus, dpa

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