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Solarworld beginnt Lithium-Suche im Erzgebirge

Solarworld beginnt Lithium-Suche im Erzgebirge

Der Photovoltaikhersteller Solarworld darf ab sofort im Erzgebirge nach dem wertvollen Rohstoff Lithium suchen. Vorstandschef Frank Asbeck bekam am Freitag in Zinnwald nahe der tschechischen Grenze die offizielle Genehmigung für das Projekt - und dazu gleich die typische Tracht der sächsischen Bergleute, die sich auf die Wiederbelebung einer Jahrhunderte alten Tradition freuen.

Altenberg. „Wir brauchen eine verlässliche Quelle für Lithium“, sagte Asbeck und verwies auf die Erfahrungen aus der mitunter schwierigen Beschaffung von Silizium, aus dem das Unternehmen seine Solarzellen herstellt. „Wir haben ein gewisses Gespür für Mangel“, betonte er.

In Zusammenarbeit mit der TU Bergakademie Freiberg will Solarworld die Lithium-Vorkommen in der Region zunächst ausführlich erkunden. Das Unternehmen geht von der größten Lagerstätte Mitteleuropas aus, in der Lithium mit einem aktuellen Marktwert von bis zu vier Milliarden Euro zu finden ist. Der eigentliche Abbau könnte dann möglicherweise 2014 beginnen, deutete Asbeck an - sofern die Erkundung erfolgreich verläuft.

Das Element wird zum Beispiel für den Bau von Batterien benötigt, mit denen Solarstrom gespeichert werden kann. Solarworld will solche Batterien vorerst nicht selber herstellen. Vielmehr sollen die spezialisierten Produzenten, die Batterien für Solarworld-Anlagen bauen, mit dem Rohstoff beliefert werden, erklärte der Vorstandschef. „Wir haben dann die Hand am Drücker“, sagte er.

Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP), der die Genehmigung überbrachte, sprach sowohl die Preissteigerungen auf den Märkten als auch die Verfügbarkeit der Rohstoffe an. „Es ist auch eine Frage der Ressourcensicherheit“, betonte er. Bergbau in Sachsen könne sich langfristig lohnen und auch einen Wirtschaftsfaktor darstellen.

Nach Darstellung der TU Freiberg könnte sich der Bedarf an Lithium bis 2015 verdoppeln. Die weltweit größten Vorkommen lagern den Angaben zufolge in Südamerika, allen voran in Bolivien und Chile.

dpa

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