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Spekulationen um möglichen Opel-Verkauf - Landesregierung will Sorgen zerstreuen

Spekulationen um möglichen Opel-Verkauf - Landesregierung will Sorgen zerstreuen

Medienberichte über einen möglichen Verkauf des Autobauers Opel haben für Unruhe bei der Belegschaft in Eisenach, aber auch in der Landesregierung gesorgt. Über mögliche Verkaufsabsichten berichten nach übereinstimmenden Informationen „Auto Bild“ und „Spiegel“.

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Quelle: dpa

Eisenach/Rüsselsheim. Die US-amerikanische Opel-Mutter General Motors (GM) zweifele an der Überlebensfähigkeit ihrer deutschen Tochter und prüfe konkrete Pläne für eine Veräußerung, schreibt die „Auto Bild“ in ihrer am Freitag erscheinenden Ausgabe. Das Blatt beruft sich auf nicht näher genannte Quellen in der Detroiter US-Konzernzentrale von GM.

Es handele sich bei den Berichten um reine Spekulation, sagten übereinstimmend Sprecher von GM in Detroit und Opel in Rüsselsheim. Ähnlich äußerte sich der Betriebsratschef der Opel Eisenach GmbH, Harald Lieske. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU), die erst im Mai bei der GM-Spitze in Detroit war, bezeichnete die Medienberichte als Gerüchte.

Aus Sicht der Thüringer Staatskanzlei gebe es keinen Anlass zur Sorge, sagte Regierungssprecher Peter Zimmermann. Lieberknecht hatte während ihrer USA-Reise vor zwei Wochen mit General-Motors-Chef Daniel Akerson gesprochen. Dieser habe sich klar zum Produktionsstandort Eisenach und der Deutschland-Strategie gekannt. „Diese Aussagen gelten weiter“, sagte Zimmermann.

Ähnlich äußerte sich Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Er sagte: „Ich halte die Meldung für erfunden.“ Die Landesregierung sei unterrichtet worden, „dass daran nichts dran sei“. Machnig berief sich dabei auch auf Informationen aus dem Opel-Aufsichtsrat. Der Minister forderte GM jedoch auf, ein klares Dementi abzugeben. „Meine Erwartung ist, dass General Motors Klarheit schafft.“

Das Opel-Werk in Eisenach, wo derzeit ausschließlich der Corsa gebaut wird, ist mit etwa 1700 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber in Thüringen. Seine Zukunft soll mit dem Produktion des neuen Kleinwagen „Junior“ gesichert werden, der 2013 vom Band rollen soll. Auch eine Elektro-Variante ist geplant. Bereits jetzt laufen

Vorarbeiten für das neue Modell auf dem Werksgelände.

Das Unternehmen werde Verkaufsmeldungen - wie in diesen Fällen grundsätzlich üblich - nicht weiter kommentieren, ließ die Opel-Führung in Rüsselsheim erklären. Auch Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz nannte die Berichte auf Anfrage spekulativ. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke appellierte in einer Rundmail an die Belegschaft, sich nicht durch „reine Spekulationen“ beunruhigen zu lassen.

„Auto Bild“ und „Spiegel“ hatten berichtet, GM-Manager seien zunehmend verärgert, dass das Europa-Geschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall weiter Verluste einfahre. Deshalb prüften sie, sich von den Töchtern zu trennen. Den Blättern zufolge sollen Volkswagen und chinesische Autobauer als mögliche Käufer gelten.

2009 hatte es bereits Bestrebungen von GM gegeben, Opel zu verkaufen. Zu der Übernahme durch den Autozulieferer Magna, für den sich auch die damalige CDU-Landesregierung eingesetzt hatte, kam es jedoch nicht.

dpa

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