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Sportvereine rufen zu Menschenkette auf - Nazis kündigen Demo an

13. Februar Sportvereine rufen zu Menschenkette auf - Nazis kündigen Demo an

Dresden bereitet sich anlässlich des Jahrestags der Bombardierung der Stadt auf Neonazi-Aufmärsche am kommenden Wochenende vor. Sportvereine rufen zur Teilnahme an einer Menschenkette am Samstag auf. Rechtsextremisten kündigten indes eine Demo für Freitag an.

Rechtsextremisten ziehen am 12. Februar 2014 mit Fackeln an der Semperoper vorbei. Auch in diesem Jahr planen neonazistische Kreise offenbar wieder eine Demonstration für den Vorabend vor dem Jahrestag der Bombardierung.

Quelle: dpa

Dresden. Die großen Dresdner Sportvereine haben zur Teilnahme an der Menschenkette zum Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg aufgerufen. „Toleranz, Respekt und Fairness sind unverzichtbare Werte in der täglichen Arbeit der Vereine und im Umgang mit eigenen wie gegnerischen Spielern, Fans und Verantwortlichen“, heißt es in dem Appell vom Donnerstag.

Dahinter stehen die Volleyballerinnen des Dresdner SC, die Football-Spieler der Dresden Monarchs, die Fußballer der SG Dynamo Dresden und das Eishockey-Team der Dresdner Eislöwen. Für Vorurteile, Gewalt, Nationalismus und Extremismus gebe es keinen Platz.

Der Gedenktag am 13. Februar wurde in der Vergangenheit auch immer wieder von Neonazis für ihre Ideologie missbraucht. „Wir wollen ein Zeichen für ein weltoffenes Dresden setzen“, sagte Monarchs-Footballer Sören Glöckner. Fans und Vereinsmitglieder sollten sich deshalb am Samstag in die Menschenkette einreihen.

„Fremdenhass hat in unserem Team keinen Platz“, meinte Steven Rupprich von den Eislöwen. Mut, Toleranz und Respekt seien Begriffe, „die nicht nur auf, sondern besonders auch neben dem Spielfeld eine wichtige Rolle spielen“, betonte Dynamo-Kapitän Michael Hefele. DSC-Libera Myrthe Schoot verwies auf den universellen Schutz der Menschenwürde. „Niemandem darf diese Würde abgesprochen werden."

Neonazis kündigen Demo frü Freitag an

Neonazis werden wahrscheinlich bereits vor dem 13. Februar in Dresden demonstrieren. Wie das Ordnungsamt mitteilt, sind für Freitagabend eine Demonstration, die von Leuben nach Prohlis führt, und eine Kundgebung in Prohlis angemeldet. Bei den Anmeldern soll es sich um „Personen des rechten Spektrums“ handeln. Die genaue Demonstrationsroute und der Ort der Kundgebung sind noch nicht bekannt.

Seit Mittwoch kursiert im Internet eine angeblich abgefangene Nachricht, die in Neonazikreisen verschickt worden sei. Demnach wollen sich die Rechten um 18.30 Uhr in der Wilhelm-Liebknecht-Straße am Haltepunkt Dobritz treffen.

In Reaktion auf besagte Gerüchte hat die AG 13. Februar des Studentenrates der TU Dresden (Stura) bereits am Mittwoch eine Gegendemonstration angemeldet, die ebenfalls von Prohlis nach Leuben führen soll. Ob diese tatsächlich stattfindet, soll am Freitagvormittag entschieden werden, so ein Sprecher des Sturas. Darüber hinaus befinde man sich noch in Gesprächen mit dem Ordnungsamt. Mobilisiert wird für diese Demonstration bisher noch nicht.

Polizei plant Großeinsatz

Auch wenn der 13. Februar inzwischen deutlich weniger konfliktgeladen ist als noch vor wenigen Jahren, für die Polizei bedeutet er trotzdem einen weiteren Großeinsatz. Neun Hundertschaften will Polizeichef Dieter Kroll von Freitag bis Sonntag in der Stadt einsetzen, kündigte die Polizeidirektion Dresden am Donnerstag an. Dabei kommen auch Beamte aus Thüringen und Brandenburg zum Einsatz.

Bleibt es bei diesen Zahlen, ist der Polizeieinsatz deutlich kleiner als noch im vergangenen Jahr oder am vergangenen Samstag.

Alle Dresdner bat die Polizei, am Samstag bei Wegen durch die Innenstadt mehr Zeit einzuplanen. Vor allem im Rahmen des Täterspuren-Mahnganges und der Menschenkette werde es zu kurzzeitigen Sperrungen kommen. Zudem sind die Parkplätze Schießgasse und Ferdinandplatz gesperrt.

Von 10 bis 20 Uhr ist unter der Nummer (0351) 483 3000 ein Kontakttelefon für Fragen der Dresdner geschaltet.

dnn

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