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Streik der Lokführer angelaufen – auch S-Bahnen betroffen

Arbeitskampf Streik der Lokführer angelaufen – auch S-Bahnen betroffen

Nichts geht mehr auf den Schienen in Mitteldeutschland: Die Lokführergewerkschaft GDL hat am Mittwochmorgen ihren inzwischen neunten Ausstand begonnen. Bahnreisende müssen erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen.

Der neunte Bahnstreik hat am Mittwoch begonnen.

Quelle: dpa

Leipzig. . Leipzig. Der Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn hat in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Mittwochmorgen den Zugverkehr nahezu lahmgelegt. Im Regional- und Fernverkehr sowie bei den S-Bahnen rollen nach Angaben der Bahn nur wenige Züge nach einem Ersatzfahrplan. „Dieser ist zuverlässig angelaufen und funktioniert“, sagte ein Bahnsprecher am Morgen. Reisende könnte sich im Internet über die Verbindungen informieren.
 
 „Im Fernverkehr rollt so gut wie gar nichts“, sagte der Sprecher der Bahn. Lediglich einzelne Züge würden von Leipzig aus Berlin, Frankfurt/Main und München ansteuern. S-Bahnen würden nur stündlich zwischen Coswig und Pirna sowie zwischen Leipzig und Halle fahren. Das seien lediglich fünf Prozent des normalen S-Bahn-Verkehrs. Auch der Regionalverkehr ist mit zehn bis fünfzehn Prozent fahrenden Zügen massiv ausgedünnt. 

Der Streik trifft vor allem die ostdeutschen Bundesländer. Grund ist nach Angaben der Bahn der hohe Organisationsgrad der Lokführer-Gewerkschaft (GDL) sowie die Tatsache, dass es keine Beamten gibt, die streikende Lokführer ersetzen können.    

Es ist der neunte Streik in diesem Tarifkonflikt seit Anfang September. Ein Ende des Ausstands steht diesmal noch nicht fest. Die Gewerkschaft GDL hatte am Montag angekündigt, der Streik werde noch länger dauern als der vorangegangene, der den Bahnverkehr eine Woche lahmgelegt hatte. „Wir sehen uns gezwungen, in die nächste Eskalationsstufe einzutreten“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky.

Die Bahn verurteilte den Streik „als Schikane für viele Millionen Menschen“ und forderte erneute eine Gesamtschlichtung.  Es ist die mittlerweile neunte Streikwelle der Lokführergewerkschaft in dem Tarifkonflikt: Der Ausstand soll um 2 Uhr in der Nacht zum Mittwoch im kompletten Personenverkehr beginnen. Bereits am Dienstag um 15 Uhr hatten die Lokführer im Güterverkehr die Arbeit niedergelegt.

Ein Hauptstreitpunkt war zuletzt ein eigenständiges GDL-Tarifwerk für die rund 3000 Lokrangierführer bei der Bahn. Das Unternehmen habe am Wochenende angeboten, diese Berufsgruppe tariflich wie Lokführer einzugruppieren, sagte der Bahnmanager. Die Kernforderung der GDL sei damit erfüllt worden. Die GDL habe auch von einer „intelligenten, juristisch machbaren Lösung gesprochen“, den Vorschlag aber dennoch abgelehnt.

Die Bahn will unterschiedliche Tarifverträge für ein und dieselbe Berufsgruppe vermeiden. Die GDL strebt zunächst eine Einigung über die künftige Tarifstruktur an und will erst danach in einer Schlichtung über Geld, Arbeitszeit und Überstundenbegrenzung sprechen. Sie verfolgt deutlich andere Ziele als die größere EVG.

Aus der Wirtschaft kamen besorgte Reaktionen: „Jeder weitere Streiktag bürdet der gesamten deutschen Industrie neue Lasten auf“, erklärte der Maschinenbau-Verband VDMA. Die Unternehmen des Maschinenbaus griffen allerdings vielfach auf andere Transportmittel zurück. (mit dpa)

Aktuelle Infromationen auf: www.bahn.de/blitz

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