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Strom für die Sachsen-Franken-Magistrale verändert auch die Göltzschtalbrücke

Strom für die Sachsen-Franken-Magistrale verändert auch die Göltzschtalbrücke

Die größte Ziegelsteinbrücke der Welt erhält ein neues Outfit: 22 Oberleitungsmasten und eine Betonbrüstung werden den Anblick des 574 Meter langen Göltzschtalviadukts bei Netzschkau im Vogtland dauerhaft verändern.

Netzschkau. Insgesamt werden es sogar 3000 Oberleitungsmasten sein, die in gut drei Jahren zwischen Reichenbach und Hof in Bayern neu errichtet werden. Sie bringen den Strom auf das 73 Kilometer lange Teilstück der Sachsen-Franken-Magistrale - und damit Hoffnung auf den Fernverkehr nach Südwestsachsen.

Direkt vor der Göltzschtalbrücke wurde am Mittwoch der offizielle Baustart vollzogen: Bis Dezember 2013 soll die Strecke elektrifiziert sein, der Abschnitt von Reichenbach bis Plauen bereits zum Fahrplanwechsel Ende 2012 unter Strom stehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 120 Millionen Euro. Der Bund bezahlt 58 Millionen Euro, Sachsen 8,9 Millionen Euro, die Bahn 4,5 Millionen Euro. 41 Millionen Euro sind EFRE-Mittel.

Die Beteiligten hoben die rasche Umsetzung des Projekts hervor, die auch durch die Zeitvorgaben für die eingesetzten Konjunkturmittel des Bundes begünstigt wurde. Nach Fertigstellung wird sich zumindest für die Güterzüge die Fahrzeit um 15 oder 20 Minuten verringern, entfällt bei ihnen doch das bisherige Umspannen auf der Strecke. Zudem könne die Region durch die Elektrifizierung auch direkt an das elektrisch betriebene Mitteldeutsche S-Bahn-Netz angebunden werden, erklärten Vertreter der Bahn.

Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) will indes mehr und sprach nur vom Erreichen eines Teilziels: „Denn in Hof darf natürlich nicht Schluss sein.“ Erst wenn es die Elektrifizierung auch durchgängig bis Nürnberg gebe, bestünden neue Chancen für den Fernverkehr in der Region Chemnitz - die sich derzeit zurecht „abgekoppelt“ fühle.

Auch Morloks Parteifreund Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, nannte die Elektrifizierung bis Nürnberg das Ziel, an dem festgehalten werde. Dafür wären indes mehr als 300 Millionen Euro zusätzlich nötig. Das Göltzschtalviadukt nannte Mücke „die schönste Brücke Deutschlands“.

dpa

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