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Studie: Rechtsextreme Einstellungen in Thüringen nehmen zu

Studie: Rechtsextreme Einstellungen in Thüringen nehmen zu

Rechtsextreme Einstellungen haben in Thüringen einer Studie zufolge wieder zugenommen. Mehr als jeder sechste der im „Thüringen-Monitor“ befragten 1000 Thüringer habe rechten Aussagen zugestimmt, sagte der Jenaer Politologe Karl Schmitt am Dienstag in Erfurt.

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In Thüringen haben wieder mehr Menschen rechtsextreme Einstellungen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Thüringen-Monitor". (Symbolfoto)

Erfurt. Im vergangenen Jahr seien nur 13 Prozent als rechtsextrem eingestuft worden. Der „harte Kern“ mit deutlich extremistischer Einstellung habe sich sogar verdreifacht.

Seit 2006 war die Zustimmung zu rechtsextremen Einstellungen kontinuierlich zurückgegangen. Ob die Unterbrechung des Trends eine Spätfolge der Wirtschaftskrise oder eine Reaktion auf die Sarrazin-Debatte sei, lasse sich nicht klären, sagte Schmitt.

Konkret stimmten 56 Prozent der Befragten der These zu, dass Deutschland „durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maße überfremdet“ sei. Jeder fünfte war der Meinung, dass Ausländer grundsätzlich nur ihre Landsleute heiraten sollten. In den vergangenen zehn Jahren hätten zudem nie so viele Befragte zugestimmt, dass die Leistungen anderer Völker an die Deutschlands nicht heranreichen würden. Leichte Zuwächse gab es auch bei der Verharmlosung des Nationalsozialismus und beim Antisemitismus.

Die Studie zeigt auch, dass Rechtsextremismus mit dem Alter und mit sinkender Bildung zunimmt. Zugleich seien Rechtsextreme deutlich apathischer als der Rest der Bevölkerung, sagte Schmitt: Sie arbeiten seltener in Bürgerinitiativen mit, würden aber deutlich eher Gewalt anwenden, um ihre politischen Ziele durchzusetzen. Auffallend: Unter den Befragten, die sich die DDR zurückwünschen oder zumindest eine deutliche DDR-Affinität zeigen, neigen viele auch zu rechtsextremen Aussagen.

dpa

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