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Studie weist gefährliche Chemikalien in Kinderkleidung bei deutschen Discountern nach

Studie weist gefährliche Chemikalien in Kinderkleidung bei deutschen Discountern nach

Bei der Untersuchung von Kinderkleidung und Kinderschuhen von Discountern hat die Umweltorganisation Greenpeace gefährliche Chemikalien nachgewiesen. In mehr als der Hälfte von 26 Produkten hätten unabhängige Labore umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien oberhalb der Vergleichs- und Vorsorgewerte entdeckt, teilte die Organisation am Donnerstag mit.

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Ein Spezialist untersucht im Auftrag von Greenpeace ein Kinderkleidungsstück auf chemische Rückstände.

Quelle: Alex Stoneman/Greenpeace

Hamburg. Das Tragen dieser Kleidungsstücke schädige zwar nicht unmittelbar die Gesundheit, doch die Chemikalien gelangten über Produkte und Fabriken in die Umwelt und in Lebensmittel.

Betroffen sind unter anderem Artikel von Aldi, Lidl, Penny und Tchibo. Schuhe waren von allen Produkten am höchsten belastet. Einige der entdeckten Stoffe gelten laut Greenpeace als krebserregend. Manche seien schädlich für die Fortpflanzung oder die Leber. Eine Sprecherin von Aldi-Nord sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle gesetzlich vorgeschriebenen sowie marktüblichen Grenzwerte und die darüber hinausgehenden Anforderungen würden eingehalten. Auch die durch Greenpeace mitgeteilten Werte seien gesetzeskonform, und die Produkte stellten daher keine Gefahr für den Verbraucher dar.

Die Vorsitzende des Verbraucherschutz-Ausschusses im Bundestag, Renate Künast (Grüne), forderte am Donnerstag eine Veränderung der EU-Richtlinie für mit schädlichen Substanzen belastete Kleidung. „Das ist der erste Punkt, um klar zu sagen, welche Stoffe insbesondere bei Kindern gar nicht angewandt werden dürfen“, sagte Künast im ARD-„Morgenmagazin“. Nötig sei eine Transparenz-Richtlinie. Zudem werde die europäische Chemikalien-Richtlinie derzeit nur „sehr schleppend umgesetzt“. Es sei noch ein Problem, für die benannten gefährlichen Stoffe konkrete Kontrollen durchzuführen.

Mehr zur Studie: www.greenpeace.de

dpa

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