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Suche nach vermisster Frau in Eilenburg- Taucher und Spürhunde im Einsatz

Suche nach vermisster Frau in Eilenburg- Taucher und Spürhunde im Einsatz

Am Dienstag haben Polizei und Feuerwehr die Suche nach einer Wasserleiche in Eilenburg fortgesetzt. Der Einsatz von Suchhunden und Booten verlief aber ohne Erfolg.

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Die Polizei sucht bei Eilenburg nach einer vermissten Frau. (Archivbild)

Quelle: Thomas Jentzsch

Eilenburg. Passanten und Polizeibeamte hatten am Silvesterabend den leblosen Körper einer Frau im Mühlgraben, einem Nebenarm der Mulde, treiben sehen. Mittlerweile verdichten sich Hinweise bezüglich der Identität. Es soll sich um eine 50-jährige Eilenburgerin handeln. Seit Montag, 16 Uhr, liegt eine Vermisstenanzeige bei der Polizei vor. Aufgegeben hatte sie der Lebensgefährte der Frau.

Die Eilenburgerin hatte gegen 22.30 Uhr eine Silvester-Feier im Lokal einer nahe des Mühlgrabens liegenden Kleingartenanlage verlassen. Seitdem ist sie verschwunden. Bei der gestrigen Suche wurde im Mühlgraben eine Jacke gefunden. „Diese gehört wahrscheinlich der vermissten Frau", so Einsatzleiter Klaus Kabelitz. Seit den Vormittagsstunden hatten die Rettungskräfte die Suchaktion fortgesetzt. Per Boot suchte eine Besatzung ab Höhe Muldebrücke flussaufwärts. An Bord war auch ein Leichenspürhund. Ein weiterer Hund, ebenfalls von der Polizeihundeschule Naustadt-Meißen, wurde im Uferbereich eingesetzt. An mehreren Stellen hatten die Tiere angeschlagen.

Taucher der Bereitschaftspolizei Leipzig gingen ins sechs Grad kalte und bis zu drei Meter tiefe Wasser, fanden aber nichts. Zwei weitere Boote näherten sich aus Richtung Gruna der Muldestadt. Am Nachmittag kam ein weiterer Spezialhund zum Einsatz, ein sogenannter Maintrailer. Der Unterschied zu anderen Suchhunden besteht darin, dass der Maintrailer bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden kann und sich trotz vieler Verleitungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientiert. Auch diese Aktionen brachten keinen Erfolg. Was geschieht mit einem leblosen Körper im Wasser. Zunächst treibt der Körper, wie von den Augenzeugen beschrieben, im Wasser. Dafür sorgt die Luft in den Lungen. „Der Körper geht unter, wenn die Luft aus den Lungen entweicht. Der Körper treibt dann auch unter Wasser weiter. In Flussmitte, ohne Widerstand und bei starker Strömung kann das ziemlich weit sein. Irgendwann bilden sich dann Fäulnisgase die dem Körper Auftrieb verleihen. Die Strömung kann diesen Prozess beschleunigen. Die Leiche taucht wieder auf, verfängt sich beispielsweise in Ästen oder wird ans Ufer gespült. Ein Vorgang, der sich zeitlich nicht definieren lässt, weil er von zu vielen Umständen abhängt", sagte dazu Oberarzt Dr. Carsten Hädrich, Facharzt für Rechtsmedizin im Institut für Rechtsmedizin an der Universität Leipzig, auf Anfrage.Wie berichtet, hatten Passanten in der Silvesternacht den leblosen Körper im Mühlgraben gesehen und die Polizei verständigt. Offenbar war die Frau sehr klein und zierlich, deshalb schätzten Augenzeugen das vermutliche Alter zubnächst auf 16 bis 25 Jahre. Die Suche soll heute mit Tauchern und Hunden fortgesetzt werden. Je nach Witterungslage soll zudem entschieden werden, ob auch der Hubschrauber, der bereits Sonntag und Montag unterwegs war, erneut zum Einsatz kommt. 

Frank Pfütze

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