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TU Dresden verbietet Training für Demoblockaden auf dem Campus

TU Dresden verbietet Training für Demoblockaden auf dem Campus

Das Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden (TU) ist nicht der richtige Platz um zu trainieren, wie man Polizeiketten durchbrechen kann. Auch das Unigelände rings um den Bau an der Bergstraße und sämtliche andere Bereiche des TU sind dafür tabu.

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Quelle: dpa

Dresden. Das hat am Donnerstag Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen klargestellt. Anlass war eine Konferenz, zu der das Bündnis „Nazifrei! - Dresden stellt sich quer" am zweiten Oktoberwochenende in das Hörsaalzentrum einlädt. Im Rahmen dieser Konferenz war auch ein Workshop „Blockadetraining" geplant. Dieser Workshop, der am 8. Oktober ab 14.30 Uhr stattfinden sollte, ist nun zumindest auf dem Unigelände verboten. Veranstaltungen mit rechtswidrigen Inhalten in den Räumlichkeiten der Technischen Universität würden nicht geduldet, erklärte Rektor Müller-Steinhagen sein Veto gegen diesen Teil der Veranstaltung.

Das Bündnis „Dresden nazifrei" lädt am 7. und 8. Oktober zur „Aktivierungskonferenz 2011" ein. Dort soll beraten werden, wie man „zukünftig Blockaden organisieren, Repressionen gemeinsam abwehren und noch mehr Mensche zu entscheidendem Eintreten gegen Neonazi-Umtriebe ermutigen" kann, heißt es auf einem Faltblatt. Teil der Veranstaltung im Hörsaalzentrum der TU sind Referate, ein anderer neun Workshops am Sonnabend. Davon dürfen nun nur acht stattfinden, nachdem das „Blockadetraining" gestrichen wurde. „Eine erfolgreiche Blockade erreichen wir nicht, indem sich AktivistInnen auf die Straße setzen. Dafür müssen Polizeisperren umgangen oder durchflossen werden.", hieß es in der Ankündigung für das Training.

Im Workshop sollte es darum gehen, was man dazu mitnehmen muss und wie man erfolgreiche Blockaden organisiert. „Die Formulierung war unschön, sie hat den eigentlichen Inhalt verfehlt", begründete Daniel Rehda vom Studentenrat der TU, dass dieses Training nicht von vornherein aus dem Programm gestrichen worden ist. „Es geht weniger darum, Teilnehmer auf Straftaten vorzubereiten, es geht um Besonnenheit und darum, sie vor Gefahren zu schützen", erklärte Rehda den Workshop. Dennoch ist er nun nach Absprache mit „Dresden nazifrei" aus dem Programm genommen worden, wie ein Bündnissprecher auf DNN-Anfrage bestätigte. Dass es dabei bleibt, ist nun Sache des Studentenrates, der bei der Konferenz in der nächsten Woche vor Ort sein will.

Unterdessen erklärte Rektor Müller-Steinhagen: „Als Rektor der TU Dresden wünsche und erwarte ich von den Universitätsangehörigen soziales und gesellschaftliches Engagement. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir uns als weltoffene Universität verstehen, die ihre ausländischen Wissenschaftler und Studierenden mit offenen Armen empfängt, liegt es nahe, dass sich jeder Einzelne für Toleranz und Weltoffenheit und gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Extremismus einsetzt."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.09.2011.

Christoph Springer

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