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Tausende Schüler betroffen: Die wichtigsten Fragen zum Lehrerstreik am Mittwoch

Tausende Schüler betroffen: Die wichtigsten Fragen zum Lehrerstreik am Mittwoch

Sachsens Lehrer wollen am Mittwoch in einen eintägigen Warnstreik treten.

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Am Mittwoch rufen die Gewerkschaften zum Lehrerstreik in Sachsen auf. Zuletzt hatten die Pädagogen im Freistaat 2013 großflächig gestreikt.

Quelle: dpa

Leipzig/Dresden. Die Bildungsgewerkschaft GEW und der Sächsische Lehrerverband (SLV) rufen alle Pädagogen auf, sich an Aktionen zu beteiligen. In Leipzig, Dresden und Chemnitz sind Demonstrationen und Kundgebungen geplant, mit denen öffentlich für die Forderungen der Lehrer geworben werden soll. Es ist davon auszugehen, dass hunderte Schulen im Freistaat mit mehreren Tausend Schülern vom Streik betroffen sind.

Wie viele Lehrer werden streiken?

Der SLV geht von einer sehr hohen Streikbeteiligung aus. Da in Sachsen weniger als vier Prozent der Pädagogen verbeamtet sind, können sich theoretisch fast alle Lehrer an dem Warnstreik beteiligen. GEW-Sprecherin Uschi Kruse geht davon aus, dass an 75 Prozent der Schulen kein regulärer Unterricht stattfinden wird. Im ehemaligen Regierungsbezirk Leipzig gibt es etwa 300 Schulen (19 Berufsschulen, 29 Förderschulen, 31 Gymnasien, 57 Oberschulen und 166 Grundschulen) und 8000 Lehrer.

Was passiert mit den Schülern?

Die Sächsische Bildungsagentur stellt klar, dass keine Schule geschlossen wird. Betreut werden grundsätzlich alle Kinder. Dort wo kein Unterricht stattfindet, können Eltern selbst entscheiden, ob sie die Betreuung in Anspruch nehmen. Wenn möglich soll es auch Unterricht geben. Da bald Abschlussprüfungen anstehen, versuchen möglichst viele Schulen, für die Abschlussklassen Unterricht zu garantieren. Laut Roman Schulz von der Bildungsagentur in Leipzig wurde an die Schulleitungen appelliert, ein Betreuungsangebot zumindest für Grundschüler sowie Abitur- und Prüfungsklassen zu organisieren.

Wie ist der Streik öffentlich sichtbar?

In Dresden, Chemnitz und Leipzig sind Demonstrationen bzw. Kundgebungen geplant, zu denen auch Lehrer aus den umliegenden Regionen anreisen sollen. Die Aktionen in Leipzig beginnen bereits um 8 Uhr mit einem Warnstreikfrühstück im Foyer der Uni-Mensa am Augustusplatz. Gegen 10 Uhr werden bei einer Kundgebung vor dem Gewandhaus die Kernpunkte des Tarifkonflikts vorgetragen. In Dresden treffen sich streikende Lehrer ab 9 Uhr auf dem Postplatz. Ab 10 Uhr wollen die Pädagogen zum Carolaplatz ziehen, wo ab 11 Uhr eine Kundgebung vor dem Kultus- und Finanzministerium geplant ist.

Was fordern die Lehrer?

Die Lehrer fordern in den aktuellen Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes 5,5 Prozent, mindestens jedoch 175 Euro mehr Gehalt, 100 Euro mehr bei den Ausbildungsentgelten und einen Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte. Die dritte und letzte Verhandlungsrunde für die rund 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder findet am 16. und 17. März in Potsdam statt. Die Vertreter der Bundesländer weisen die Forderungen als „nicht finanzierbar“ zurück.

sl / VG

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