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Test an der Uniklinik Dresden beweist: Vuvuzela so laut wie Flugzeug

Test an der Uniklinik Dresden beweist: Vuvuzela so laut wie Flugzeug

Die südafrikanische Vuvuzela ist während der Fußballweltmeisterschaft besonders bei öffentlichen Veranstaltungen ein beliebtes Instrument. Doch die Plastiktröte ist gefährlich.

Dresden. Vuvuzelas können bis zu 120 Dezibel laut geblasen werden - das entspricht dem Geräusch einer Motorsäge oder eines startenden Flugzeugs. Professor Thomas Zahnert, Gehörspezialist und Direktor der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Dresden warnt: „Halten Sie mehrere Meter Abstand zu den Vuvuzelas!" Besonders bei Public Viewings mit sehr vielen Zuschauern empfiehlt der Experte das Tragen von Ohrenstöpsel. Ein Experiment an der Uniklinik belegte am Donnerstag seine Warnung. Der Test der Hörexperten an der HNO-Klinik simulierte den Praxisfall, der bei Fanmeilen oder Public Viewings häufig auftritt: Ein Fan trötet aus unmittelbarer Entfernung in das Ohr eines Zuschauers. Der Schallpegel liegt bei rund 110 Dezibel. Selbst wenn der Abstand auf anderthalb Meter vergrößert wird, sinkt die Lautstärke nur gering. Der Grenzwert für Großveranstaltungen liegt bei 98 Dezibel - die Lautstärke der Vuvuzela deutlich darüber. Das Experiment zeigt: Vuvuzelas können bei einer langen Beschallung das Ohr nachhaltig schädigen. Schwerhörigkeit oder ein Tinnitus können die Folge sein. Um die Ohren zu schützen, hat Prof. Zahnert einen simplen Tipp: „Gehen Sie nicht ohne Gehörschutz - etwa Ohrenstöpsel - zu den Fußballveranstaltungen." Die Pfropfen sind günstig und sehr wirksam. Mehrere Meter Abstand zu den Vuvuzelas seien ebenfalls ratsam, so der Gehörexperte. Generell appelliert der Professor an einen bewussteren Umgang mit dem Hörsinn. Entspannend wirkt bereits ein alltägliches Lauschen in der Natur. Auch der Verzicht auf zu laute oder gar permanente Musik ist empfehlenswert. Mit diesen Tipps steht einem fröhlichen Fußballfest nichts mehr im Weg.  

Dominik Brüggemann

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