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Tetanus, Diphterie, Keuchhusten: Sachsen will Lücken bei Impfungen von Kindern schließen

Tetanus, Diphterie, Keuchhusten: Sachsen will Lücken bei Impfungen von Kindern schließen

Sachsen will Lücken bei Schutzimpfungen für Kinder schließen. „Vor allem bei älteren Schülern muss darauf geachtet werden, dass die empfohlenen Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung durch ambulant tätige Ärzte oder Gesundheitsämter durchgeführt werden“, sagte Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) am Samstag.

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Jungen und Mädchen der 6. Klassen in Sachsen sind nur noch zu 34,2 Prozent gegen Keuchhusten geimpft.

Quelle: dpa

Dresden. Bei den Erstklässlern seien noch mehr als 97 Prozent gegen diese Krankheiten durch Impfungen geschützt. Da gebe es kaum etwas zu verbessern. Später sei die Tendenz etwas rückläufig. Ziel müsse es aber sein, das hohe Niveau zu halten, sagte Clauß.

Der Statistik zufolge sind die Jungen und Mädchen der 6. Klassen nur noch zu 34,2 Prozent gegen Keuchhusten, 38,1 Prozent gegen Diphtherie und 38,8 Prozent gegen Tetanus geschützt. Nur bei Masern (93,5) ist die Rate noch hoch. Dem Vorsitzenden der Sächsischen Impfkommission, Dietmar Beier, zufolge sind die sinkenden Zahlen noch nicht beunruhigend. Diese seien zumindest zum Teil statistischen Effekten geschuldet, sagte er. „Die Durchimpfung an den Schulen ist zwar gut, kann aber immer noch besser werden.“

Dem Ministerium zufolge ist in den vergangenen fünf Jahren auch bei Masern, Mumps und Röteln die Durchimmunisierung immer besser geworden. Dennoch müsse der Impfschutz vor allem bei diesen Krankheiten noch besser werden, hieß es.

Weitgehend unbekannt hingegen ist die sogenannte Durchimpfungsrate bei den Erwachsenen in Sachsen. Impfungen seien nicht meldepflichtig, sagte Beier. „Deshalb tragen die Hausärzte da eine große Verantwortung.“ Diese müssten ihre Patienten immer auch an die notwendigen Schutzimpfungen erinnern.

dpa

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