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Thüringer Arbeitsmarkt erreicht neue Rekordmarke

Thüringer Arbeitsmarkt erreicht neue Rekordmarke

Der Thüringer Arbeitsmarkt hat im Oktober trotz nachlassender Dynamik noch einmal eine Rekordmarke gebrochen. Mit einer Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent seien erstmals 8 Prozent unterschritten worden, teilte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Halle mit.

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Im Oktober hat de Thüringer Arbeitsmarkt noch einmal eine Rekordmarke gebrochen. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Halle/Erfurt. Die Quote liege 0,3 Prozentpunkte niedriger als im September. Allerdings bremse sich der bisherige Aufschwung ab, und die Unternehmen seien bei Neueinstellungen zurückhaltender geworden. Mitte Oktober waren demnach 91 900 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich der Regionen weist der Kreis Sonneberg mit 3,6 Prozent die niedrigste Quote auf, der Kyffhäuserkreis mit 11,8 Prozent die höchste.

Der Beschäftigungszuwachs von 1,6 Prozent innerhalb eines Jahres geht nach Angaben der Agentur weiter vor allem auf die Zeitarbeitsbranche zurück. 14,4 Prozent dieser zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Stellen seien dort entstanden, danach folge die Kommunikationsbranche mit 7,3 Prozent.

Agenturchef Kay Senius sprach von einem „immer weniger durchlässigen“ Arbeitsmarkt, bei dem weiter vor allem ältere Arbeitslose deutlich benachteiligt seien. Während die Arbeitslosigkeit insgesamt innerhalb eines Jahres um 6,9 Prozent abgenommen habe, liege dieser Wert nur bei 1,3 Prozent für die 55- bis 65-Jährigen. Ein Viertel aller Thüringer Arbeitslosen sei inzwischen älter als 55 Jahre.

Nur noch 8 Prozent beträgt nach diesen Zahlen der Anteil Jüngerer unter 25 Jahren. Vor allem der Start des Ausbildungsjahres habe die Jugendarbeitslosigkeit innerhalb eines Monats um fast 15 Prozent sinken lassen.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) äußerte sich laut einer Mitteilung „hoch erfreut“, dass Thüringen nicht nur den Spitzenplatz unter den neuen Ländern verteidigt habe, sondern auch zu alten Ländern aufgeschlossen. Nötig sei nun „endlich“ ein einheitliches Lohnniveau in Ost und West, um Fachkräfte zu halten und zu gewinnen.

Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) bezeichnete die Zahlen ebenfalls als „hoch erfreulich“. Thüringen liege damit auf gleichem Niveau wie Nordrhein-Westfalen. In diesen „Zeiten des Aufschwungs“ müsse der Arbeitsmarkt mit guter Arbeit und fairen Löhnen stabilisiert werden. Machnig sprach sich für eine Thüringer Bundesratsinitiative aus, um einen bundesweit einheitlichen Mindestlohn von 8,33 Euro zu erreichen.

Der Thüringer DGB sprach von „getrübter Freude“, weil die besseren Zahlen vor allem auf Zeitarbeit zurückgingen. Der Verband der Wirtschaft Thüringens erklärte, dass Thüringen gut vorangekommen, aber noch nicht am Ziel sei. Ebenso wie die Erfurter Industrie- und Handelskammer verwies er auf immer größere Schwierigkeiten für Unternehmen, Fachkräfte zu finden.

Die Kammer rechnete trotz „nachlassenden Konjunkturtempos“ mit weiter sinkenden Arbeitslosenquoten, allerdings in geringerem Tempo während des Winters. 90 Prozent der Betriebe wollten nach einer Kammer-Umfrage einstellen oder ihre Mitarbeiterzahl konstant halten.

dpa

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