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Thüringer CDU- und SPD-Fraktion: Bund soll Paare bei Kinderwunsch unterstützen

Thüringer CDU- und SPD-Fraktion: Bund soll Paare bei Kinderwunsch unterstützen

Die Thüringer Regierungsfraktionen CDU und SPD wollen die Bundesregierung auffordern, kinderlose Paare bei der künstlichen Befruchtung zu unterstützen. In einem gemeinsamen Antrag, der in dieser Woche im Landtag beraten werden soll, setzten sie sich dafür ein, dass der Bund 25 Prozent der Behandlungskosten übernimmt, sagte CDU-Fraktionschef Mike Mohring.

Erfurt. Derzeit zahlen die Krankenkassen die Hälfte der Kosten, die andere Hälfte müssen die Paare selbst tragen. Eine Behandlung schlägt nach Angaben von CDU und SPD mit 3200 Euro zu Buche. Während die FDP den Vorstoß ablehnt, geht er der Linken nicht weit genug. Sie kündigte einen Alternativantrag an.

Eine künstliche Befruchtung fordere kinderlose Paare zusätzlich zur emotionalen Belastung auch noch finanziell, erklärte die CDU-Abgeordnete Beate Meißner. Jeder solle sich aber unabhängig vom Einkommen eine Kinderwunsch-Behandlung leisten können. Bis zum Jahr 2004 haben die Krankenkassen den Fraktionen zufolge die Kosten für künstliche Befruchtung noch komplett übernommen. Seit sie nur noch die Hälfte tragen, sei die Zahl der Behandlungen deutlich zurückgegangen.

Die Linken-Abgeordnete Karola Stange bezeichnete die Initiative zwar als lobenswert. „Aber sie bleibt auf halbem Weg stehen.“ Nicht jeder könne es sich leisten, mehr als 1000 Euro für die Behandlung auszugeben. „Das ist Bevölkerungspolitik über den Geldbeutel.“ Wenn sich nur wohlhabende Menschen Nachwuchs leisten könnten, sei das Prinzip der Chancengleichheit gestört, sagte die Frauenpolitikerin. Sie forderte eine Rückkehr zur alten Regelung mit einer 100-prozentigen Kostenübernahme für bis zu vier Versuchen sowie eine weniger strikte Altersbegrenzung. Zudem müssten auch homosexuelle Paare bei der Erfüllung des Kinderwunsches gleichgestellt werden.

FDP-Sozialexperte Marian Koppe lehnte den schwarz-roten Vorstoß ab. Der Staat sei nicht für die Erhöhung der Geburtenrate zuständig.

dpa

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