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Tief „Otto“ erreicht Sachsen - Hochwasserwarnungen nach Dauer- und Starkregenfällen

Tief „Otto“ erreicht Sachsen - Hochwasserwarnungen nach Dauer- und Starkregenfällen

Niederschläge von leichtem Nieselregen bis zum kräftigen Guss: Dauer- und Starkregen haben am Mittwoch Flüsse im Freistaat teilweise sehr schnell anschwellen lassen.

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Hochwassergefahr: Dauerregen lässt Flüsse in Ostsachsen anschwellen

Dauerregen in Chemnitz und Dresden - Leipzig blieb vorerst verschont.

Quelle: dpa

Leipzig/Dresden. „Es besteht vor allem in Ostsachsen und an den Mittelgebirgen Hochwassergefahr“, sagte die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt und Geologie, Karin Bernhardt. Für die Nebenflüsse der oberen Elbe, Schwarze Elster und Mulden mit ihren Nebenflüssen gaben die Behörden Hochwasserwarnungen heraus. „Die Lage ist nicht kritisch, örtlich muss aber mit Problemen gerechnet werden“, sagte Bernhardt.

Im oberen Einzugsgebiet der Zwickauer Mulde und der Zschopau fielen in neun Stunden mehr als 50 Liter pro Quadratmeter Regen, die Wasserstände stiegen stark an. Andernorts war es dagegen trocken. „Das Regengebiet dreht und staut sich am Erzgebirge“, sagte Bernhardt. Bis Donnerstagmorgen würden weitere bis zu 30 Liter pro Quadratmeter erwartet. „Die untersten Alarmstufen 1 oder auch 2 sind dort möglich.“ Die Intensität der Niederschläge solle sich in der Nacht zwar abschwächen, am Morgen aber wieder zunehmen, sagte Bernhardt. Für die Mittelgebirge galt eine Unwetterwarnung.

„Nebenflüsse rechts der Elbe, Schwarze Elster, aber auch Spree und Neiße könnten betroffen sein.“ Stellenweise sei Alarmstufe 2 möglich. „Bei einem richtigen Guss kann es örtlich auch die Alarmstufe 3 sein.“ Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Sachsen ist nach eigenen Angaben auf Einsätze vorbereitet. Eine akute Gefahr für die Bevölkerung besteht laut Bernhardt derzeit nicht. Sie sei sensibilisiert und vorgewarnt. Wegen der Trockenheit der vergangenen Wochen können die Böden ebenso wie die Talsperren Wasser aufnehmen. „Die meisten Flüsse führten bisher 40 bis 70 Prozent ihres Wassers im langjährigen Mittel“, sagte Bernhardt.

„Es gilt, die Augen aufzuhalten.“ Bei Alarmstufen 1 und 2 seien in der Regel landwirtschaftliche Flächen oder auch ein flussnahes Gartengrundstück überflutet. „Erst ab Alarmstufe 3 ist von Schäden für Hab und Gut durch Überschwemmungen auszugehen.“ Seit dem Morgen waren insgesamt bis zu 15 Liter pro Quadratmeter gefallen, wie das Landeshochwasserzentrum mitteilte. Bis Freitagnacht halten die Behörden Niederschlagsmengen von 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter an Nebenflüssen der oberen Elbe für möglich. Örtlich könne auch der Richtwert für die Stufe 3 erreicht werden. „20 Liter pro Quadratmeter verkraften die Flüsse noch gut“, sagte Bernhardt.

Laut der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes könnten aber vor allem im Vogtland, im Erzgebirge, in Dresden und der Lausitz wegen ergiebigen Dauerregens Bäche und kleinere Flüsse über die Ufer treten, Straßen überflutet werden und Keller volllaufen. Angesichts dessen hat die DRK Wasserwacht Sachsen aufgerufen, Rettungstaucher, Fließretter und Luftretter in Alarmbereitschaft zu versetzen. Auch für Gebirgsflüsschen wie Gottleuba, Müglitz, Weißeritz, Wilde Sau, Triebisch, Schwarzwasser, Chemnitz, Zschopau und Große Röder gelten die Hochwasserwarnungen.

Für die seit Wochen Niedrigwasser führende Elbe bestand zunächst keine Gefahr, obwohl der Pegelstand in Dresden im Tagesverlauf um zehn Zentimeter angestiegen war. Damit liegt er noch unter dem Jahresmittel von reichlich zwei Metern. Entscheidend sei hier das Geschehen in Tschechien, da der Fluss zu 95 Prozent aus dem dortigen Einzugsgebiet gespeist werde, sagte Bernhardt. „Wenn’s hier regnet, macht das der Elbe nichts aus.“

dpa

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