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Tillich: Deutschland kann von China auch lernen

Tillich: Deutschland kann von China auch lernen

Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) sieht in den Beziehungen Deutschlands zu China keine Einbahnstraße. Mit Sicherheit könne man von China eines lernen: „In China ist der Wille zur Veränderung nach wie vor ungebrochen“, sagte Tillich am Freitag in Peking der Nachrichtenagentur dpa.

Peking. Wenn Deutschland wettbewerbsfähig bleiben wolle, müsse man sich diesem Fakt stellen.

Als Beispiel führte Tillich die Diskussion um den Atomausstieg und Konsequenzen für ein neues Energienetz an. „In China werden solche Entscheidungen binnen kürzester Zeit getroffen und neue Infrastrukturen entwickelt.“ Dies stelle Wettbewerbsfähigkeit eines Landes sicher.   

Tillich war aus Vietnam kommend nach Peking gereist, um an der Eröffnung der Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ teilzunehmen. An der bislang größten deutschen Kunstausstellung in China sind die staatlichen Museen in Dresden, Berlin und München beteiligt. Zum Auftakt gibt am Freitagabend die Staatskapelle Dresden - verstärkt mit Musikern aus Berlin und München - ein Konzert im Nationalmuseum.

Tillich zufolge hat die Schau einen nahezu einmaligen Charakter. Die „Kunst der Ausstellung“ zu präsentieren, sei auch politisch sehr interessant. „Das zeigt, dass China sich öffnet.“ Die Aufklärung habe für Europa den Aufbruch in eine moderne Zeit bedeutet.   

Tillich ging auch auf das Thema Menschenrechte ein. Es sei notwendig mit Ländern wie China einen permanenten Dialog zu führen - so wie mit anderen sich schnell entwickelnden Volkswirtschaften und politischen Systemen auch. Man dürfe jedoch nicht belehrend auftreten. Ein Land mit 1,3 Milliarden Menschen habe eine ganz andere Dimension als ein kleines Land.

Bei bisherigen Gesprächen mit chinesischen Politikern habe er feststellen dürfen, dass es keine Tabu-Themen gibt. Am Freitag wollte sich Tillich noch mit dem Politbüro-Mitglied Li Changchun treffen, der im April 2010 schon einmal in Dresden war.   

Tillich hofft darauf, dass die Begegnung mit Kunst aus Dresdner Museen noch mehr Chinesen an die Elbe lockt. Außerdem sei Kultur immer auch ein Türöffner für wirtschaftliche und politische Kontakte.

dpa

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