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Tillich warnt vor Verharmlosung der DDR - "Erinnerung muss wachgehalten werden"

Tillich warnt vor Verharmlosung der DDR - "Erinnerung muss wachgehalten werden"

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat am Tag der Deutschen Einheit vor einer Verharmlosung der DDR gewarnt. Die Erinnerung an die friedliche Revolution vor 25 Jahren müsse wachgehalten werden.

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Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

Quelle: dpa

Dresden. „Es ist wichtig, weil die friedliche Revolution ein Aufbegehren gegen den Unrechtsstaat war“, sagte Tillich am Freitag bei einer Feierstunde im Sächsischen Landtag.

„Wir dürfen nicht dahin kommen, die Erinnerung an die DDR in immer kleinere Anekdoten, in immer kleinere Päckchen zu packen, auf denen am Ende draufsteht: „Nicht so schlimm“.“ Vor rund 400 geladenen Gästen mahnte Tillich, beim Blick zurück müsse ein Gesamtbild der DDR gezeichnet werden - in dem das Schicksal der Heimkinder nicht fehlen dürfe ebenso wie die Bausoldaten, der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze, die Maueropfer, die Stasi. In einem solchen Bild sei „kein Platz für eine romantische Verklärung der DDR-Diktatur“, sagte der Ministerpräsident.

Tillichs Rede im Wortlaut

An die jüngeren Generationen, die die friedliche Revolution nicht miterlebt haben, müsse dieses vollständige Bild der DDR weitergegeben werden. Die Festrede bei der Feierstunde im Landtag hielt die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier. Auch sie forderte eine Auseinandersetzung mit den Repressionen und Unfreiheiten in der DDR ein. „War die DDR etwa kein Unrechtsstaat?“, fragte Klier. „25 Jahre nach dem Ende des Regimes, das den DDR-Bürgern fast ein halbes Jahrhundert die Freiheit geraubt hat, sollten die DDR-Nostalgiker ihren eigenen Lebenslügen allmählich ein Ende bereiten.“ 

Der Gastgeber, Landtagspräsident Matthias Rößler, sagte, beim Gedenken an die friedliche Revolution müssten die Zeitzeugen die persönlichen Erinnerungen stärker hervorkehren. „Jeder von uns hat da eine eigene Geschichte, eine eigene Perspektive. Wenn wir heute und auch künftig an einzelne Etappen der Geschichte erinnern, so sollten wir vielleicht stärker als bisher die persönliche Erinnerung einer erlebten Geschichte den großen Erzählungen der Geschichtsschreibung zur Seite stellen.“ Nur so könnten die Emotionen - der Mut, die Angst, die Leidenschaftlichkeit - die die Menschen damals antrieben, vermittelt werden.

dpa

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