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Tod durch Medikamente: Verteidiger fordern Freispruch in Dresdner Mordprozess

Tod durch Medikamente: Verteidiger fordern Freispruch in Dresdner Mordprozess

Im Mordprozess gegen eine Krankenschwester am Landgericht Dresden haben die Verteidiger am Montag einen Freispruch für die Angeklagte gefordert. An der Täterschaft der 33-Jährigen gebe es tiefgreifende Zweifel, sagten ihre Anwälte Ines Kilian und Hans-Jörg Elbs in ihren Schlussvorträgen.

Dresden. Die Frau ist wegen Mordes an ihrem ersten Ehemann und ihrer Adoptivmutter sowie versuchten Mordes an ihrer Großmutter und zwei Patienten angeklagt.

Sie soll ihren ersten Mann und ihre Adoptivmutter mit einer Überdosis Medikamenten getötet haben. Dazu werden ihr Mordversuche an ihrer Großmutter und zwei Patienten vorgeworfen - in einem Fall mit Brandstiftung. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Heimtücke und Habgier eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert und verlangt, eine besondere Schwere der Schuld festzustellen. Das Urteil soll am 21. Mai gesprochen werden.

Die Verteidigung sieht den Tatnachweis nicht zweifelsfrei geführt. Es kämen auch verschiedene Alternativen in Betracht, sagten Kilian und Elbs. So sei bei der Adoptivmutter und dem Ehemann auch Suizid möglich, auch die Großmutter könnte sich das Insulin selbst gespritzt haben. Bei der Insulinvergiftung der beiden Patienten kämen auch Dritte als Täter in Betracht, argumentierten die Verteidiger. „In diese Richtung wurde überhaupt nicht ermittelt.“ Die Brandstiftung passe zudem gar nicht in das Schema der anderen Fälle. Bei der Großmutter und den Patienten fehle das Motiv.

Die Krankenschwester sitzt seit Juli 2008 in Untersuchungshaft. Sie hat auch am letzten Verhandlungstag ihr Schweigen nicht gebrochen. Statt eines letzten Wortes hörte die Schwurgerichtskammer nur Murmeln, das schließlich in Weinen überging. Der Prozess hatte im August 2009 begonnen. Seitdem befragte die Schwurgerichtskammer mehr als 40 Zeugen. 

dpa

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