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Trotz Kostensteigerungen: Sachsens Hallenbäder wollen Eintrittspreise stabil halten

Trotz Kostensteigerungen: Sachsens Hallenbäder wollen Eintrittspreise stabil halten

Trotz gestiegener Energiekosten sind in den sächsischen Hallenbädern derzeit keine höheren Eintrittspreise geplant. Die Betreiber der oft von städtischen Tochterunternehmen geführten Schwimmhallen sowie die Inhaber von Spaßbädern setzen zur Vermeidung von Preisanhebungen meist auf technische Lösungen.

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Die Grünauer Welle in Leipzig: Für Wasserratten wird der Badespaß in diesem Jahr voraussichtlich nicht teurer (Archivfoto).

Quelle: André Kempner

Leipzig. So werden häufig energiesparende Sanierungen wie der Einbau neuer Glasfronten umgesetzt, zudem werden mit den Energieversorgern neue Verträge ausgehandelt.

Nach Auffassung von Joachim Heuser von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen sollten Betreiber von Schwimmhallen und Spaßbädern versuchen, den Kostenanstieg durch energetische Sanierungsmaßnahmen zu drosseln. „Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Eintrittspreise zu erhöhen, doch muss hier der Betreiber die individuelle Situation genau abwägen“, erklärte er. Er müsse natürlich darauf achten, wie die Angebote und Preise der Wettbewerber sich darstellten. „Zu hohe Preise haben Besucher- und damit Einnahmerückgänge zur Folge“, warnte Heuser.

Leipziger Sportbäder sehen hohen Sanierungsbedarf

Laut Thomas Flinth, Pressesprecher der Sportbäder Leipzig, verteuert sich der Betrieb der acht von seinem Unternehmen betriebenen Schwimmhallen durch steigende Energie- und Personalkosten ständig. Um dem entgegenzuwirken, würden beispielsweise Energieverträge neu verhandelt und energiesparende Modernisierungen vorgenommen. „Auch wenn seit Ausgründung der Bäder aus städtischem Besitz in die Sportbäder Leipzig viel investiert wurde, ist der Sanierungsbedarf sehr hoch“, berichtete Flinth. Teil- und Vollsanierungen verschiedener Bäder stünden in den nächsten fünf Jahren an. Dennoch werde es momentan weder Erhöhungen der Eintrittspreise noch Einschränkungen im Betrieb der Bäder und schon gar keine Schließungen geben, versicherte er.

Auch der Geschäftsführer der Dresdner Bäder GmbH, Matthias Waurick, bestätigte, dass sich steigende Energiekosten vorerst nicht auf die Eintrittspreise niederschlagen würden. Auch Öffnungszeiten stünden nicht zur Disposition. Vielmehr plane sein Unternehmen umfangreiche Investitionen in den vier von ihm betriebenen Hallenbädern. „Der Sanierungsbedarf in den nächsten Jahren liegt bei sechs bis sieben Millionen Euro“, sagte er. Zudem seien in Dresden zwei Neubauten von Schwimmhallen geplant, mit denen im nächsten Jahr begonnen werden solle. Mit der Fertigstellung sei in einem Fall für Ende 2015, beim zweiten Bad, bei dem Sanierung und Neubau kombiniert werden, für 2017 vorgesehen.

Durchschnittlich 300.000 Besuche pro Freizeitbad im Jahr

Der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen zufolge werben neben den Schwimmhallen der Kommunen in Sachsen derzeit 19 Spaß- und Freizeitbäder um die Gunst der Kunden. Einige davon halten neben Wasserrutschen, Solarien und Planschbecken auch Sportbecken bereit, zwei davon sogar wettkampftaugliche 50-Meter-Bahnen. Ohne Gastronomie kommt heute keines der Bäder mehr aus, und zunehmend gehören auch Fitness- und Gesundheitskurse zum Programm. Und diese Konzepte scheinen sich auch auszuzahlen: „Wir gehen von durchschnittlich 300 000 Besuchen pro Freizeitbad pro Jahr aus“, sagte Pressesprecher Heuser.

dpa

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