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Trotz Sommerhitze: Kommunen decken sich derzeit mit Streusalz für den Winter ein

Trotz Sommerhitze: Kommunen decken sich derzeit mit Streusalz für den Winter ein

Mitten im Sommer decken sich Sachsens Kommunen bereits mit Streusalz ein. Während im vergangenen Winter die Vorräte vielerorts knapp wurden, wollen Städte und Gemeinden für die kalte Saison in diesem Jahr besser gerüstet sein - und stocken ihre Vorräte an Salz, Splitt und Sand deutlich auf.

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In der eigens gemieteten Halle in der Neuen Gutenbergstraße in Leutzsch lagert die Leipziger Stadtreinigung zusätzliches Streusalz.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Dresden. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Im vergangenen Winter hatten viele Kommunen mit Eis und Schneemassen zu kämpfen, vielerorts herrschte Chaos.

Deshalb hat Dresden bereits vorgesorgt: Mit 700 Tonnen Streusalz zusätzlich kann der Winterdienst in diesem Jahr gegen Schnee und Eis kämpfen, 3640 Tonnen stehen damit insgesamt zur Verfügung. Die städtischen Lager sind bereits gut gefüllt. Mehr Personal oder neue Streufahrzeuge sind allerdings nicht geplant. „Für zusätzliche Kapazitäten stehen keine Finanzmittel zur Verfügung“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Für den letzten Winter musste die Stadt tief in die Tasche greifen: Knapp 1,2 Millionen Euro zahlte Dresden für Streumittel, 9400 Tonnen Salz wurden verbraucht.

Chemnitz besitzt eine große Salzhalle mit Platz für rund 5600 Tonnen Streusalz sowie vier Salzsilos. Zusätzlich wurde in diesem Jahr noch ein weiteres Lager gemietet. „Die Vorräte darin können unabhängig von Engpässen in der allgemeinen Liefersituation jederzeit abgerufen werden“, sagte Gerold Münster vom Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Chemnitz (ASR). Für die kommende Winterdienstsaison wurde die Menge an Streusalz im Vergleich zum Vorjahr um 1920 Tonnen auf 10 800 Tonnen aufgestockt. „Der Winter kann also kommen“, sagte Münster.

Leipzig hat sich mit rund 2000 Tonnen Streusalz für den bevorstehenden Winter gewappnet. Bei Bedarf könne jedoch Nachschub bestellt werden. „Es wäre ökologisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll, riesige Mengen an Salz vorzuhalten, die vielleicht gar nicht benötigt werden“, sagte Ute Brückner von der Stadtreinigung. Bisher ging das Konzept auf. Im vorigen Winter habe es keine Engpässe gegeben.

Der nächste Winter kann auch in Zwickau kommen: Die Stadt hat nach den chaotischen Zuständen im Vorjahr aufgerüstet. Rund 230 000 Euro für Salz, Splitt und Sand stehen in diesem Jahr zur Verfügung, im letzten Winter waren es 170 000 Euro. Seit Mitte August rollen bereits die Lastwagen, um die Vorratslager der Stadt zu füllen. Allein 2200 Tonnen Salz hat Zwickau geordert - 600 Tonnen mehr als im Vorjahr. Zudem sollen Firmen die Stadt bei Bedarf unterstützen, etwa mit einem Schneepflug.

Auch im Kurort Oberwiesenthal sind die Lager bereits voll: Rund 200 Tonnen Streusalz hat die Stadt gebunkert. „Damit ist alles wie im Vorjahr, aufgestockt haben wir nicht“, hieß es beim städtischen Bauhof. Rund 25 000 Euro hat Oberwiesenthal für das Salz gezahlt - so viel wie im vergangenen Winter.

Derzeit kostet die Tonne Streusalz etwa 60 Euro. Im vergangenen Winter waren durch die heftigen Schneefälle die Preise in die Höhe geschnellt. Ein Tonne kostete in den Wintermonaten zwischen 250 und 350 Euro.

Christiane Raatz, dpa

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