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Trotz guter Beschäftigungslage: Sachsen sind überproportional von Armut betroffen

Landesregierung in der Kritik Trotz guter Beschäftigungslage: Sachsen sind überproportional von Armut betroffen

Sachsen ist im Bundesvergleich überproportional von Armut betroffen, zeigt eine neue Studie. Die CDU-geführte Landesregierung habe über Jahre nichts getan, um die Lage der Menschen im Freistaat zu verbessern, kritisiert die Opposition.

Besonders Kinder unter Armut schwer zu leiden. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Trotz sehr guter Beschäftigungslage ist der Anteil der Menschen mit Armutsrisiko in Deutschland auf einem neuen Höchststand. Sachsen ist überproportional von Armut betroffen, wie ein aktueller Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zeigt, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Linken im Landtag forderten von der Staatsregierung Konsequenzen.

Durch Armut gefährdet sind laut Statistischem Bundesamt Menschen mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens. Dem Bericht des Paritätischen zufolge sind das in Sachsen 18,6 Prozent der Menschen. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Im Bereich Leipzig/Nordsachsen liegt die Quote mit 22 Prozent besonders hoch, in Südsachsen mit 17 Prozent am niedrigsten. Im Bundesdurchschnitt sind 15,7 Prozent der Menschen von Armut bedroht.

Der Bericht stützt sich auf Daten aus dem Jahr 2015. Dabei verschlechterte sich die sächsische Quote zum Vorjahr leicht um 0,1 Prozentpunkte. Im Ranking der 16 Bundesländer landet Sachsen damit auf Platz elf. Am wenigsten von Armut bedroht sind die Menschen in Bayern (11,6 Prozent). Das größte Armutsrisiko gibt es in Bremen (24,8).

Es sei besonders bedrückend, dass sich die Lage in Sachsen nicht verbessert habe, sagte Linken-Fraktionschef Rico Gebhardt. „Obwohl seit Jahren ständig sogenannte Entspannung am Arbeitsmarkt gefeiert wird. Doch die im Großen und Ganzen gute Konjunktur geht an breiten Schichten der Bevölkerung vorbei.“ Er forderte die Staatsregierung auf, sich auf Bundesebene für die Eindämmung prekärer Beschäftigung und eine Erhöhung des Mindestlohns einzusetzen.

LVZ

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