Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 8 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Tüv-Untersuchung: Vom radioaktiven Müll in Cröbern gehen keine Gesundheitsgefahren aus

Tüv-Untersuchung: Vom radioaktiven Müll in Cröbern gehen keine Gesundheitsgefahren aus

Der radioaktive Abfall aus einer Behandlungsanlage in Cröbern, der vorige Woche zunächst an die Kreiswerke Delitzsch geliefert worden war und dann weiter nach Eisenhüttenstadt in eine Papierfabrik, sei "für die menschliche Gesundheit ungefährlich" gewesen.

Delitzsch. Zu diesem Ergebnis kommt der Tüv Rheinland, der das Material untersucht hat, teilte das sächsische Umweltministerium mit. Eine Messung habe eine Belastung von 0,14 Mikrosievert/Stunde ergeben. Bei dem strahlenden Material habe es sich um Jod 131 gehandelt, das eine Halbwertzeit von acht Tagen hat.

Heinz Böhmer, Chef der Kreiswerke Delitzsch, sprach gegenüber der LVZ von einem "Sturm im Wasserglas". Das Untersuchungsergebnis lag ihm am Dienstag vor. Böhmer betonte, dass die Strahlendosis "ganz, ganz niedrig" gewesen sei und "zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr" dargestellt habe.

Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) will den Vorfall trotz der offenbar unbedenklichen Werte nicht einfach so hinnehmen. "Lieferungen von belastetem radioaktivem Material müssen in Zukunft verhindert werden", sagte der Minister. Die Landesdirektion Leipzig werde von ihm aufgefordert, mit dem Betreiber der Anlage in Cröbern über den dauerhaften Einsatz eines Messgerätes auf Radioaktivität zu sprechen.

Die Experten des Tüv vermuten, dass die Kontamination aus dem medizinischen Bereich stammt. Die genaue Ursache ließe sich nicht mehr eindeutig klären, weil der Ersatzbrennstoff sehr fein zerkleinert ist. Das belastete Material könne aufgrund der kurzen Halbwertzeit nach ein paar Tagen in der Papierfabrik Eisenhüttenstadt als Ersatzbrennstoff eingesetzt werden.

Nach 2008, als schon einmal radioaktiv belastete Ersatzbrennstoffe aus Cröbern nach Brandenburg geliefert wurden, war das nunmehr der zweite Vorfall dieser Art.

Nico Fliegner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr