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Ulbig: Dynamo-Randale war „keine Ausnahme“ – Spitzengespräch mit Verein

Ausschreitungen in Karlsruhe Ulbig: Dynamo-Randale war „keine Ausnahme“ – Spitzengespräch mit Verein

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) will Hooligans von Dynamo Dresden hart zur Rechenschaft ziehen. Die Krawalle in Karlsruhe seien keine Ausnahme gewesen.

Dynamo-Fans im Militäry-Look.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat am Dienstag in Dresden die Ausschreitungen am Rande des Fußballspiels Karlsruher SC gegen Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga am vergangenen Wochenende scharf kritisiert. "Dass, was wir am vergangenen Sonntag gesehen haben, hatte mit Fußball nichts zu tun und ist nicht zu entschuldigen", so Ulbig.

Die Randalierer seien keine Fußballfans, sondern Straftäter und müssten von der Justiz in Baden-Württemberg hart zur Rechenschaft gezogen werden. Ulbig monierte, dass die Vorgänge keine Ausnahme gewesen seien, sondern fast an jedem Wochenende, an dem Dynamo Dresden ein Auswärtsspiel bestreitet, Usus seien. Deshalb sei es nicht allein Aufgabe von Polizei und Sicherheitsbehörden, derartige Vorgänge zu unterbinden, sondern vor allem auch der Fußballvereine selbst. Ulbig kündigte in diesem Zusammenhang ein zeitnahes Spitzengespräch mit der Vereinsführung des Zweitligisten an. 

Der Innenminister unterstrich, dass es mittlerweile gelungen sei, bei Heimspielen der Dynamos größere Zwischenfälle zu vermeiden. Dabei habe sich auch der Shuttle-Service für Gästefans bewährt: "Bilder wie in Karlsruhe haben wir so in Sachsen in jüngster Vergangenheit nicht mehr gesehen."

Ulbig betonte, dass neben Stadionverboten auch personalisierte Tickets eine Möglichkeit seien, um Randalierer gar nicht erst ins Stadion zu lassen. Er erwarte darüber hinaus Sanktionen durch den Kontrollausschuss des DFB. Den Vereinen die gesamten Kosten der Polizeieinsätze aufzuerlegen, habe die Innenministerkonferenz mehrheitlich abgelehnt.

Bei dem Spiel in Karlsruhe waren am vergangenen Wochenende 21 Ordner und 15 Polizisten verletzt worden.

Roland Herold

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