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Umweltzonen in Magdeburg und Halle gestartet - Bußgeld erst im Oktober

Umweltzonen in Magdeburg und Halle gestartet - Bußgeld erst im Oktober

Die ersten Umweltzonen Sachsen-Anhalts sind am Donnerstag in Magdeburg und Halle mit einer Probezeit gestartet. Strafen gegen den Verstoß werden in beiden Städten erst ab dem 1. Oktober fällig.

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In Sachsen-Anhalt sind die ersten Umweltzonen gestartet. In Halle und Magdeburg gilt seit Donnerstag Plakettenpflicht.

Quelle: dpa

Magdeburg. Seit Donnerstag dürfen dort vor allem in den Innenstädten nur noch Fahrzeuge mit einer grünen oder gelben Plakette fahren, die damit bestimmte Abgasnormen erfüllen.

Ab 2013 sind dann nur noch Wagen mit grüner Plakette erlaubt. Wer ohne den Aufkleber auf der Frontscheibe in die Verbotszone fährt, wird derzeit noch verwarnt. Ab Oktober werden ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt in der Verkehrssünderkartei fällig, wie die Kommunen mitteilten.

Mit der Einführung der Umweltzonen in Sachsen-Anhalt erhöht sich ihre Zahl bundesweit auf 48, wie der Verkehrsclub Deutschland mitteilte. Im März war sie in Leipzig als erster Kommune in den neuen Bundesländern eingeführt worden. Vorreiter waren 2008 Berlin und Hannover. Mit der kontrovers diskutierten Umweltzone wollen die Städte Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastungen senken, um die von der EU vorgegebenen Grenzwerte einzuhalten.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund NABU und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) lobten die neuen Umweltzonen. „Sie führen dazu, dass der Atemluft Tonnen von Dieselruß erspart bleiben“, sagte Heiko Balsmeyer, Experte für Luftreinhaltung beim VCD. Solche Zonen führten zu einer schnelleren Flottenmodernisierung. Die Besitzer von Dieselfahrzeugen kauften sich gebrauchte Benziner oder schadstofffreie Neuwagen vorzeitig.

Bei Wirtschaftsverbänden und beim ADAC sorgen die Umweltzonen dagegen für dicke Luft. Sie haben eine genaue Kontrolle der Effekte gefordert. „Sollten die Stickoxid- und Feinstaubwerte nicht geringer werden, muss spätestens in zwei Jahren über eine Abschaffung der Umweltzone diskutiert werden“, hatte Reinhard Manlik, der ADAC-Vorsitzende für Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, kurz vor dem Start der Umweltzone gesagt. Bislang sei nicht erwiesen, dass Umweltzonen das richtige Mittel sind, die Feinstaubbelastung zu senken. Ähnlich argumentierten die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammer Magdeburg.

Die Wirtschaftsverbände fordern zudem eine bundesweite Anerkennung der Ausnahmegenehmigungen in den Umweltzonen. Das senke Kosten für die Unternehmen und den bürokratischen Aufwand, betonte ein Sprecher der Industrie- und Handelskammer Magdeburg. Zwischen Magdeburg und Halle besteht eine solche Vereinbarung zum Beispiel. Halle und Leipzig prüfen sie noch.

Seit dem 1. Januar 2005 gelten europaweit Grenzwerte für Feinstaub. Städte, die diese Grenzwerte an mehr als 35 Tagen pro Jahr überschreiten, sehen Umweltzonen als ein mögliches Mittel, die Feinstaubbelastung zu senken.

dpa

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