Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Unternehmer haftet für Fahrstuhl-Unglück in Dresdner Hotel

Unternehmer haftet für Fahrstuhl-Unglück in Dresdner Hotel

Nach einem außergewöhnlichen Fahrstuhl-Unfall mit mehreren Verletzten in einem Hotel hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm einen Bauunternehmer aus dem Ruhrgebiet zur Haftung verurteilt.

Voriger Artikel
Rechtsstreit um Waldschlößchenbrücke vor Entscheidung
Nächster Artikel
Mehrheit im Sächsischen Landtag will Quoren für Volksentscheide senken

Nach einem Fahrstuhl-Unfall in Dresden wurde nun ein Unternehmer zur Haftung verurteilt. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Dresden/Hamm. Drei Gäste eines Kongresscenters im Raum Dresden hatten im Oktober 2006 Verbrennungen dritten Grades erlitten, wie eine Justizsprecherin am Mittwoch mitteilte. Das Unglück ist nach Angaben des Gerichts auf fehlerhaftes Programmieren des Lifts zurückzuführen (Az. I-21 U 167/10).

Die verhängnisvolle Kette begann, als aus Fernwärme-Leitungen im Untergeschoss des Hotels massiv Heißwasser austrat. Der Dampf löste Brandalarm aus. Der Hotelaufzug fuhr automatisch ins Erdgeschoss und blieb dort mit geöffneten Türen stehen. „Drei Hotelgäste bestiegen den Aufzug“, berichtete die Gerichtssprecherin. Weil aber erneut ein Alarm losging, fuhren sie nicht wie erhofft in das Ober- sondern automatisch in das Untergeschoss. „Beim Öffnen der Aufzugstür drang Heißwasser in die Kabine und verletzte die Hotelgäste schwer.“

Es geht um rund 360 000 Euro Schmerzensgeld und Behandlungskosten. Der Versicherer des Hoteliers machte den Generalunternehmer haftbar, der den Umbau des historischen Gebäudes übernommen hatte. Zu Recht, befand das OLG. Die Aufzugssteuerung sei „nicht sach- und fachgerecht programmiert“ gewesen und habe nicht den „maßgeblichen Regeln der Technik“ entsprochen.

„Der Aufzug hätte nach der automatischen Fahrt infolge des Brandalarms im Erdgeschoss mit offenen Türen stehen bleiben müssen und hätte sich nicht mehr in Bewegung setzten dürfen.“ Der Senat hat eine Revision nicht zugelassen. Ob die Höhe der Forderung angebracht ist, wurde im Urteil jedoch nicht geklärt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr