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Vandalismus am Mahnmal für ermordete Ägypterin in Dresden - Soko Rex ermittelt

Vandalismus am Mahnmal für ermordete Ägypterin in Dresden - Soko Rex ermittelt

Dresden. Die Sonderkommission Rechtsextremismus des Landeskriminalamtes Sachsen ermittelt wegen mehrerer Angriffe auf eine Kunstaktion zum Gedenken an die ermordete Ägypterin Marwa El- Sherbini.

„Wir schließen einen ausländerfeindlichen Hintergrund nicht aus, ermitteln aber in alle Richtungen“, sagte eine Sprecherin der Behörde am Dienstag in Dresden. Die Täter, die bisher fünf im Stadtgebiet aufgestellte „Messer“-Betonstelen umwarfen, seien unbekannt. „Wir haben keine heiße Spur.“ Zunächst hatte das LKA nur von vier Fällen gewusst.

Erst am Morgen sei der jüngste Fall festgestellt worden, sagte die Sprecherin. Die stilisierten Messer aus Beton werden seit dem 1. Juli zum Gedenken an El-Sherbini in der Dresdner Innenstadt aufgestellt. Das Kunstprojekt „18 Stiche“ gegen Alltagsrassismus und Fremdenhass wurde vom Verein Bürger.Courage initiiert.

Die 31-Jährige hatte ein Jahr zuvor bei einer Berufungsverhandlung im Landgericht als Zeugin ausgesagt. Danach war die schwangere Mutter eines kleinen Jungen von dem angeklagten Russlanddeutschen noch im Gerichtssaal mit 18 Messerstichen getötet worden. Ihr Mann, der sie schützen wollte, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Täter wurde im November 2009 zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.

Zur Erinnerung an die ausländerfeindliche Tat und als Mahnung sollten 18 der von zwei Künstlern entworfenen Betonmesser aufgestellt werden. „Zehn sind installiert“, sagte eine Sprecherin des Vereins. Die zerstörten Exemplare seien gesichert worden und sollen an ihrem Platz bleiben, da sie für sich sprächen. Da es nicht für alle geplanten Standorte Genehmigungen gebe, könnten aber nicht alle 18 Messer aufgestellt werden. So hätten Landtag und Staatskanzlei mit Verweis auf die Wahrung ihrer Neutralität dem Kunstprojekt die Genehmigung zum Aufstellen verweigert.

dpa

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