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Verteidigungsminister zu Guttenberg zu Besuch in Frankenberg: „Ich erwarte Klartext“

Verteidigungsminister zu Guttenberg zu Besuch in Frankenberg: „Ich erwarte Klartext“

Frankenberg. Mitten in der Strukturdebatte der Bundeswehr hat Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) seine erste Sommerreise als Verteidigungsminister begonnen.

Bis zum 9. September will er mehr als 20 Standorte der Bundeswehr besuchen - und bereits zu seinem dreistündigen Auftakt am Montag in sengender Hitze in der „Wettiner-Kaserne“ im sächsischen Frankenberg nahm er „viele, viele Eindrücke“ mit, wie er selbst anschließend bekannte.

Auf seinem Rundgang nutzte er die Gelegenheit zum Smalltalk mit Soldaten aller Dienstgrade - fragt etwa Grundwehrdienstleistende nach ihrer Bereitschaft, länger zu dienen, und ermutigt alle zu Offenheit:

„Ich erwarte Klartext, so wie Soldatinnen und Soldaten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr von mir Klartext erwarten können.“

In der von ihm selbst vor Wochen angestoßenen Standort-Debatte wird Guttenberg freilich alles andere als konkret. „Vor voraussichtlich Mitte nächsten Jahres wird es keine grundsätzlichen Standortentscheidungen geben“, sagt er. Erst müssten die künftigen Strukturen in der Bundeswehr feststehen, erst dann „können sich Standortfragen stellen, die - so wie es derzeit aussieht - so dramatisch nicht ausfallen werden, wie es manche an die Wand zeichnen“.

Zuletzt hatte sich der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) kritisch zu Guttenbergs Einsparplänen geäußert, auch Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) hat längst eine angemessene Beteiligung der Bundesländer eingefordert.

In den Standort Frankenberg wurden seit der Wende nach Angaben der Bundeswehr 70 Millionen Euro investiert. Stationiert in der „Wettiner-Kaserne“ sind Teile der Panzergrenadierbrigade 37, die bis zum Frühjahr 2010 für ein Jahr mit 2000 Mann das Hauptkontingent der Deutschen beim Auslandseinsatz in Afghanistan stellte. Bei ihrem Einsatz am Hindukusch hatte die Brigade mit dem Beinahmen „Freistaat Sachsen“ auch 18 Verletzte und vier tote Kameraden zu beklagen; drei davon fielen im Juni 2009 im Kampf, einer kam bei einem Unfall ums Leben.

Vier der Verletzten seien noch in Behandlung, hieß es am Montag. Bei der psychologischen Nachbetreuung der Rückkehrer sieht der Kommandeur, Brigadegeneral Jörg Vollmer, noch einige Reserven - und schien auch mit diesem Vorstoß beim Minister Gehör zu finden. Allein mit einem Trauma-Zentrum in Berlin sei es „nicht getan“, sagte Guttenberg.

dpa

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