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Vertrauen in Q-Cells schweren Weg - IWH: 2012 wird zum Schicksalsjahr

Vertrauen in Q-Cells schweren Weg - IWH: 2012 wird zum Schicksalsjahr

Für die deutsche Solarbranche wird 2012 aus Expertensicht zum Schicksalsjahr. „Die Konsolidierungsprozesse werden weiter voranschreiten. Es werden weitere Firmen am Markt verschwinden“, sagte der Volkswirt Matthias Brachert vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Mittwoch im Gespräch.

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Produktionslinie für kristalline Module des Solarunternehmens Q-Cells im sachsen-anhaltinischen Thalheim.

Quelle: Hendrik Schmidt / Archiv

Magdeburg/Halle. Gründe seien der weitere Preisverfall in Verbindung mit steigenden Kapazitäten, die die Konkurrenzlage verschärften. Dies werde den Konsolidierungsdruck weiter erhöhen. Solarfirmen fertigen Solarzellen und -module oder auch komplette Anlagen, mit deren Hilfe Strom aus der Kraft der Sonne erzeugt wird.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sieht für das finanziell extrem angeschlagene Solarunternehmen Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen noch eine Zukunft. „Q-Cells ist ein ganz Großer, der sich auch auf dem internationalen Markt behaupten kann“, sagte er am Mittwoch in Magdeburg der dpa. Eine Energiewende ohne die Solarbranche sei aus seiner Sicht nicht möglich. „Und ich kann mir die Energiewende ohne „Solar Valley“ im Allgemeinen und Q-Cells im Besonderen nicht vorstellen“, sagte Haseloff. Das an der Frankfurter Börse notierte Unternehmen mit 2200 Mitarbeitern ist in extremer Finanznot. Es hat nach eigenen Angaben kein Eigenkapital mehr.

„Es kommt jetzt für die deutschen Firmen darauf an, ihre Produkte kostengünstig sowie in hoher Qualität anzubieten und innovativ zu bleiben“, betonte der IWH-Experte. „Die Firmen müssen sowohl preislich als auch technologisch wettbewerbsfähig sein.“ Allein der Ausbau von Kapazitäten reiche nicht aus, um auf Dauer bestehen zu können. „Es geht darum, qualitativ hochwertige Module kostengünstig herzustellen. Wer das kann, der wird in diesem Marktumfeld bestehen können“, erklärte Brachert. Ganz wichtig sei die internationale Ausrichtung der deutschen Firmen auf die Märkte der Zukunft in sonnenreichen Ländern.

Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) erklärte: „Die Solarindustrie hat Zukunft in Sachsen-Anhalt.“ Hersteller benötigten aber neue Technologien und Geschäftsmodelle. Dazu zählten Systemlösungen, die Solarzellen für das Dach mit einer dezentralen Speichermöglichkeit verbinden. Technologieführerschaft und verbraucherorientierte Leistungsangebote seien auf dem hartumkämpften Solarmarkt wichtiger denn je, sagte sie der dpa. Seit 2000 seien Vorhaben der Solarbranche in Sachsen-Anhalt mit etwa 137 Millionen Euro aus Mitteln vom Land, Bund und der EU bezuschusst und damit Investitionen von rund einer Milliarde Euro angeschoben worden.

Q-Cells galt lange Zeit als Aushängeschild von „Solar Valley“ in Sachsen-Anhalt, wo sich rund um die Firma mehrere Unternehmen der Branche angesiedelt haben. Wolff sagte, das Q-Cells-Management sei kompetent und erfahren. „Ich traue der Mannschaft nach wie vor zu, die Restrukturierung hinzubekommen.“

Petra Buch, dpa

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