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Verzögerung: Dresdner Waldschlößchenbrücke wird nicht vor April 2013 fertig

Verzögerung: Dresdner Waldschlößchenbrücke wird nicht vor April 2013 fertig

Die Fertigstellung der schiebt sich offenbar noch weiter in das Jahr 2013. Statt wie bisher angegeben im März wird es frühestens im April so weit sein, eher noch später.

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Die Dresdner Waldschlößchenbrücke am 26. Oktober 2012.

Quelle: Uwe Hofmann

Dresden. „Die Arbeiten an der Waldschlößchenbrücke schreiten gut voran“, betont zwar Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) gebetsmühlenartig. „Wie lange wir noch brauchen, können wir aber erst sagen, wenn die Kappen fertig sind“, fügt er an.

Die Fertigstellung der so bezeichneten Geh- und Radwege erhofft er sich bis Jahresende – aber nur, wenn das Wetter mitspielt. Ab dann seien es noch drei Monate reiner Bauzeit. Dabei gilt: Jeder Tag, an dem das Thermometer unter fünf Grad sinkt, verzögert den Bau. „Einen Winter mit Temperaturen dauerhaft über fünf Grad gibt es in Dresden nicht“, weiß Marx. Die Freigabe zum Frühlingsanfang wackelt also gewaltig.

Dabei drücken die Bauarbeiter derzeit ordentlich aufs Tempo, arbeiten seit etwa eineinhalb Monaten in zwei Schichten. Anfangs brauchten sie eine Woche, um 18 Meter Fußweg in Beton zu gießen. Jetzt schafften sie 36 Meter in der gleichen Zeit, sagt Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz. „Mitunter brauchen sie dafür nur vier Tage.“ Das ist jedoch nichts im Vergleich zu dem Pensum, zu dem sich die Baufirma in der nächsten Zeit verpflichtet habe. 100 Meter sollen es in der Woche sein. Und dass, obwohl nun „die schwierigen Arbeiten im Strömungsfeld“ anstehen, wie Marx sagt. Entsprechend fraglich ist, ob die derzeit noch fehlenden gut 540 Meter bis Jahresende geschafft werden.

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Dresden. Die Fertigstellung der Waldschlößchenbrücke schiebt sich offenbar noch weiter in das Jahr 2013. Statt wie bisher angegeben im März wird es frühestens im April so weit sein, eher noch später. Zwar hält sich die Stadtverwaltung dazu bedeckt, das selbst auferlegte Pensum ist angesichts des bevorstehenden Winters allerdings kaum noch bis März zu schaffen.

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Immerhin wird die Brückeneröffnung nicht an den derzeit laufenden Arbeiten an der Fetscherstraße scheitern. Dort werde man in jedem Fall in diesem Jahr fertig, meint Baubürgermeister Marx. Auch die Brücke nimmt von der Altstadtseite aus gesehen so langsam Formen an: Etwa 150 Meter Geländer wurden an beiden Seiten schon installiert. Die Halterungen kosten insgesamt rund eine Million Euro. In die Handläufe kommt später ein Drahtseil, das durch vorbeifahrende Autos auftretende Spannungen verteilt und eine Bahn mit etwa 1,2 Millionen Euro teuren LED-Lampen, die vergleichbar zur Mohlenbrücke in Pieschen die Brücke beleuchten. „Allerdings nur den Geh- und Radweg, für die Fahrbahn haben die Autos schließlich Scheinwerfer“, sagt Koettnitz.

 

Auch mit dem Fahrbahnaufbau wird derzeit begonnen. Dafür wird zuerst eine Schicht mit Epoxidharz aufgetragen, die als Binder zwischen Beton und Bitumen fungiert. Darauf wird eine Bitumen-Schicht geschweißt. Zwei Schichten mit Asphalt schließen den Straßenaufbau ab. Insgesamt wird er etwa acht Zentimeter dick sein.

Der Tunnel zur Stauffenbergallee ist schon seit etwa vier Wochen fertig. Nur ein Teil der Leitungen fehlt noch, weil sie erst später über die Brücke verlegt werden können. Allerdings muss er noch umfangreich getestet werden. Da es dabei auch um das Zusammenspiel mit der Brücke gehe, könne das aber erst nach deren Fertigstellung gemacht werden, sagt Koettnitz.

In den Verwaltungsräumen des Tunnels befindet sich schon allerhand Technik. Auch ein Rechner, der die Daten der Blitzgeräte erfasst, befindet sich dort. Die Räumlichkeiten werden allerdings nur für Wartungsarbeiten oder bei Prüfverfahren genutz, wie Koettnitz sagt. Die im Tunnel installierten Kameras und Brandmeldeanlagen werden allerdings von der Leitzentrale in der Lohrmannstraße aus überwacht. Sollte sich etwa ein betrunkener Radfahrer in den etwa 400 Meter langen Tunnel verirren, wird dort sofort die Sperrung der Röhre veranlasst. Die dafür benötigten Schranken sind schon installiert.

Uwe Hofmann

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