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Viele grüne Früchte - Erdbeerernte in Sachsen startet langsam

Zu kühl Viele grüne Früchte - Erdbeerernte in Sachsen startet langsam

Wer seine Erdbeeren frisch auf dem Feld pflücken möchte, muss sich noch eine Weile gedulden. Erst Ende Mai geht es richtig los. Die Obbstbauern rechnen mit einer durchschnittlichen Ernte.

Die Erdbeerernte kommt dieses Jahr nur langsam in Schwung.

Quelle: dpa

Dresden. Die Erdbeersaison in Sachsen kommt erst Ende Mai richtig in Fahrt. "Noch gibt es viele grüne Früchte auf den Feldern", sagte der Geschäftsführer des Obstbauverbandes, Udo Jentzsch, am Donnerstag zur Saisoneröffnung. Das Frühjahr habe zwar zeitig begonnen, die kühle Witterung über Pfingsten habe die Früchte aber später reifen lassen als zunächst erwartet. Die Obstbauern wünschen sich in den nächsten Tagen Wärme und Sonne, damit die Früchte reifen und wachsen. Die Obstbauern rechnen in diesem Jahr mit einer Ernte von rund 3300 Tonnen und damit eher einem durchschnittlichen Ertrag.
Erdbeerfans, die sich die roten Früchte gern selbst auf den sächsischen Feldern pflücken möchten, brauchen noch etwas Geduld. Im Elbtal beginnt die Selbstpflücke Anfang nächster Woche, etwas später dann im Leipziger Land und in höheren Lagen der Lausitz und im Erzgebirge. 18 Betriebe bieten die roten Früchte zum Ernten an. "Selbstpflücker haben noch genügend Zeit", so Jentzsch. Bis Ende Juni werden in diesem Jahr Erdbeeren geerntet.
Den Angaben zufolge werden mehr als 20 verschiedene Erdbeersorten auf einer Fläche von 295 Hektar angebaut - 60 Hektar weniger als noch im Jahr zuvor. Niedrige Preise und die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns haben dazu geführt, dass viele Bauern auf weniger arbeitsintensive Obstsorten umgestiegen sind. Gut die Hälfte der Anbaufläche ist für die Selbstpflücke reserviert.
Ein Kilogramm Erdbeeren kostet derzeit noch rund fünf Euro - in der Hauptsaison sinken die Preise in der Regel. "Wir hoffen aber nicht, dass die Preise zusammenbrechen wie im Vorjahr", so Jentzsch. Während der Haupternte hätten die Erzeuger 2015 nur zwischen 80 Cent und einem Euro pro 500-Gramm-Schale erzielt - und damit kaum wirtschaftlich arbeiten können. Der Verband begründete dies unter anderem mit einem Rückgang des Konsums und einem Überangebot in der Haupterntezeit.

LVZ

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