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Vom Gebiss bis zum Rollstuhl: Kuriose Dinge häufen sich in sächsischen Fundbüros

Vom Gebiss bis zum Rollstuhl: Kuriose Dinge häufen sich in sächsischen Fundbüros

In den sächsischen Fundbüros landen immer wieder auch kuriose Dinge. Neben Klassikern wie Schlüsseln, Handys, Brillen, Schirmen und Uhren werden auch Gehhilfen, Gebisse, Rollstühle oder Herzschrittmacher abgegeben.

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Tausende Gegenstände landen jedes Jahr in ostdeutschen Fundbüros, Schlüssel sind einer der Klassiker.

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Nur ein kleiner Teil wird von den Besitzern auch wieder abgeholt, die meisten Fundstücke werden versteigert oder für karitative Zwecke gespendet. Für die Städte sind die Fundbüros allerdings meist ein Verlustgeschäft - sie lassen sich den Service für ihre Bürger mehrere tausend Euro im Jahr kosten.

Im Leipziger Fundbüro wurden im vergangenen Jahr mehr als 20 600 Fundsachen abgegeben - fast 4000 mehr als im Jahr zuvor. „Bekleidungsstücke stehen ganz oben auf der Statistik“, sagte der Leiter des Ordnungsamtes, Helmut Loris. Aber auch vergessene Ausweise, Führerscheine und Rucksäcke landen häufig im Leipziger Fundbüro. Manchmal finden sich auch wertvolle Gegenstände darunter, so etwa ein Rennrad im Wert von rund 3000 Euro. Allerdings holen nur 16 Prozent der Eigentümer ihre Sachen auch wieder ab.

Daraus ergeben sich gute Aussichten für Schnäppchenjäger. Nach der vorschriebenen Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten werden Taschen, Bücher und Co. versteigert. „Brillen und gebrauchte Kleidung spenden wir allerdings für gemeinnützige Zwecke“, erklärte Loris. Auf vier Versteigerungen hat Leipzig im Vorjahr rund 21 000 Euro eingenommen. 15 000 Euro kamen durch den Verkauf der Fundstücke auf der Auktionsplattform „zoll-auktion.de“ hinzu.

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Skurrile Funde: Auch Rollstühle kommen gelegentlich ins Fundbüro.

Quelle: dpa

Im städtischen Fundbüro in Chemnitz haben im vergangenen Jahr 5100 Gegenstände eine vorübergehende Bleibe gefunden - etwa 35 Prozent konnten ihrem Besitzer wieder übergeben werden. Für die Stadt ein teurer Service: Der Unterhalt des Fundbüros kostet mehr als 58 000 Euro pro Jahr, dem gegenüber standen Einnahmen von rund 4600 Euro.

Im Dresdner Büro landen jedes Jahr rund 10 000 Fundsachen, darunter auch kuriose Dinge wie Stehlampen, Bollerwagen, Rollstühle oder eine 70 Zentimeter große Puppe. 7400 Euro nahm die Stadt im Vorjahr durch Versteigerungen ein, knapp 10 000 Euro durch Verwaltungsgebühren, die die Besitzer zahlen müssen, wenn sie ihre Sachen abholen. Im Vorjahr fielen rund 124 000 Euro für Personal, Miete und Betriebskosten an.

Auch in den Bussen und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe finden sich jeden Tag vergessene Sachen. „Da ist auch schon mal ein Fahrrad dabei, am häufigsten aber Regenschirme, Handys oder Sporttaschen“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Über eine Hotline können die Besitzer nach ihren Sachen forschen. Wenn sie binnen 24 Stunden nicht abgeholt werden, landen sie im städtischen Fundbüro.

In den Zügen der Deutschen Bahn haben sich allein in Sachsen im Vorjahr mehr als 7000 Fundsachen angesammelt. Erotikpuppen, Herzschrittmacher, sogar ein Beatmungsgerät oder auch zehn Kästen Bier waren darunter. Alle Fundsachen werden nach Angaben der Bahn in einem zentralen System registriert und mit den Verlustanzeigen abgeglichen - bis zu 70 Prozent landen so wieder bei ihrem ursprünglichen Besitzer.

dpa

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