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Von Kabul bis zur Bundespräsidentenwahl: Sachsen-SPD nominiert junge Leipzigerin

Bahar Niazmand Von Kabul bis zur Bundespräsidentenwahl: Sachsen-SPD nominiert junge Leipzigerin

Wegen ihres Einsatzes in der Flüchtlingshilfe und da sie ein Beispiel für gelungene Integration sei, entsendet die sächsische SPD Bahar Niazmand zur Bundespräsidentenwahl. Die 1991 in Kabul geborene Frau lebt seit Jahren in Leipzig und engagiert sich neben ihrer Ausbildungfür Flüchtlinge.

Die Leipzigerin Bahar Niazmand soll für die sächsische SPD im Februar den kommenden Bundespräsidenten wählen.

Quelle: dpa/Privat

Leipzig. Die sächsische SPD entsendet mit Bahar Niazmand eine junge Leipzigerin mit afghanischen Wurzeln zur Wahl des Bundespräsidenten in die Bundesversammlung. Die angehende OP-Schwester wurde aufgrund ihres sozialen Engagements von Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) vorgeschlagen. Niazmand arbeitet seit Jahren ehrenamtlich für den Leipziger Flüchtlingsrat als Sprach- und Kulturvermittlerin. „Menschen mit Migrationshintergrund sind für eine gelingende Integration unverzichtbar“, erklärte Köpping. „Bahar Niazmand ist für mich ein herausragendes Beispiel gelungener Integration.“ Die Ministerin selbst hatte die junge Frau vorgeschlagen. Ursprünglich wollte die SPD-Landtagsfraktion Köpping aufstellen.

Die 1991 in Kabul geborene Bahar Niazmad (auch die Schreibweise Bahra ist möglich) kam im Jahr 2000 nach Deutschland, seit 2010 besitzt sie die deutsche Staatsbürgerschaft. Ihren Realschulabschluss legte sie in der Messestadt ab und holte im vergangenen Jahr ihre Fachhochschulreife nach. Derzeit wird sie zur operationstechnischen Assistentin ausgebildet.

In die 16. Bundesversammlung, die am 12. Februar 2017 den Nachfolger von Joachim Gauck im Amt des Bundespräsidenten wählen wird, werden insgesamt 1260 Mitglieder entsandt. In der kommenden Woche entscheidet der Landtag in Dresden über die sächsischen Mitglieder der Bundesversammlung. Die Sozialdemokraten können nach den herrschenden Mehrheitsverhältnissen fünf Personen nach Berlin schicken - abhängig vom Ausgang der Abstimmung im Landtag.

joka

 

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