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Warnungen vor Personalnotstand in Ministerien und Behörden

Stellenabbau Warnungen vor Personalnotstand in Ministerien und Behörden

Sachsen will künftig mit rund 13.000 Staatsdienern weniger auskommen. Eine Kommission soll die Personalentwicklung überprüfen. Jetzt liegt ein Zwischenbericht vor - und verspricht nicht nur Gutes.

(Symbolfoto)

Quelle: dpa

Dresden. Vor dem Hintergrund des geplanten Personalabbaus im öffentlichen Dienst Sachsens hat der Beamtenbund vor einer drohenden Handlungsunfähigkeit gewarnt. Eine von der Staatsregierung in Auftrag gegebene Evaluierung zeige in Bereichen der Kernverwaltung schon jetzt einen Personalmangel, der in den kommenden Jahren durch Altersabgänge noch größer werde, sagte der Landesvorsitzende von Beamtenbund und Tarifunion Sachsen (SBB), Gerhard Pöschmann, am Mittwoch in Dresden. Die Zahl der Landesbediensteten soll nach Regierungsplänen von derzeit 83.000 auf 70.000 sinken.

Laut Prüfbericht, über den zuvor die „Sächsische Zeitung“ (Mittwoch) berichtet hatte, werden wegen der ungünstigen Altersstruktur bis 2031 zwei Drittel der Beschäftigten aus dem Dienst ausscheiden. „Heute abzuwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, hieße, in zwei Jahren am offenen Herzen zu operieren“, warnte Pöschmann. Seuchenschutz, Trinkwasserversorgung oder Straßenbau könnten dann „Aufgaben aus einer längst vergangenen Zeit sein“. Deshalb müssten zukunftsfähige Lösungen für die Engpässe gesucht und auch schon in den bevorstehenden Haushaltsberatungen berücksichtigt werden.

Die schwarz-rote Staatsregierung verwies darauf, dass es sich bei dem von der Personalkommission erarbeiteten Papier um einen Zwischenbericht handele. Der Abschlussbericht werde bis zum Frühjahr erwartet und dann ins Kabinett gehen, sagte ein Sprecher.

Die Grünen im Landtag forderten die sofortige Offenlegung. „Dem Landtag - und damit dem Gesetzgeber - werden wieder einmal in einer grundlegenden Angelegenheit der sächsischen Landespolitik Informationen vorenthalten“, bemängelte ihr Parlamentarischer Geschäftsführer Valentin Lippmann. Angesichts entsprechender Äußerungen des Finanzministers äußerte er die Sorge, dass bereits beschlossene Personalaufstockungen bei Lehrern und Polizisten zulasten anderer Bereiche gehen könnten.

LVZ

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