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Weniger Freilandeier durch Vogelgrippe in Sachsen

Wegen Stallpflicht Weniger Freilandeier durch Vogelgrippe in Sachsen

Eier aus Freilandhaltung könnten in Sachsen knapp werden. Wegen der Vogelgrippe müssen viele Tiere im Stall bleiben - das bedeutet für Bauern finanzielle Einbußen.

Eier aus Freilandhaltung könnten wegen der Stallpflicht für Geflügel knapp werden.

Quelle: dpa

Großenhain. Bei sächsischen Hühnerhalten mit Freilandbetrieb macht sich durch die angeordnete Stallpflicht nach Geflügelpest-Fällen bei Wildvögeln Sorge breit. „Laut EU dürfen die Betriebe die Eier weiterhin zwölf Wochen lang als Produkte aus Freilandhaltung deklarieren und an den Handel liefern“, sagte der Geschäftsführer des Sächsischen Geflügelwirtschaftverbandes, Günther Drobisch. Diese Frist sei nun allerdings vielerorts abgelaufen.

Für die Bauern aus Freilandbetrieben könnte das erhebliche finanzielle Verluste bringen, sagte Drobisch. So koste eine Zehner-Packung Eier aus Freilandhaltung 1,49 Cent, aus Bodenhaltung dagegen nur 1,09 Cent. Die Halter von Freilandhühnern müssten nun außerdem ihre Verpackungen umetikettieren. Die Schachteln müssten jetzt mit dem Vermerk „Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)“ versehen werden.

„Es wird weiter Eier aus Freilandhaltung geben, auch wenn sie hier und da knapp werden“, sagte Drobisch. Auch müssten sich die Verbraucher mit Blick auf Ostern keine Gedanken darüber machen, dass Eier generell knapp werden können. 300 000 Legehennen wüchsen in Sachsen in Freilandhaltung auf, insgesamt geben es aber 3,1 Millionen im Land.

Drobisch kritisierte, dass die Lage bei den Produzenten von Bio-Eiern ganz anders sei. Wegen der Vogelgrippe müssten zwar auch die Bio-Hennen im Stall bleiben. Doch die Bio-Eier dürften vorerst ihre Kennzeichnung behalten, obwohl zur Bio-Haltung auch Auslauf im Freien gehört. Die Bio-Legehennen müssen mindestens während eines Drittels ihrer Lebenszeit Zugang zu freiem Gelände haben, daher fallen die zwölf Wochen Stallpflicht bisher nicht ins Gewicht. Theoretisch könnten die Tiere so 35 Wochen am Stück im Stall gehalten werden, bevor die Eier nicht mehr als Bio-Ware angeboten werden dürfen.

LVZ

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