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„Windows XP“-Piraten aufgeflogen

„Windows XP“-Piraten aufgeflogen

Görlitz/Unterschleißheim. Software-Piraten aus Tschechien und Deutschland sind bei einer großangelegten Razzia ins Netz gegangen. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag in Görlitz durchsuchten 88 Ermittler bereits am 24. März 14 Wohnungen und Geschäftsräume - davon vier in Tschechien.

Dabei wurden mehrere tausend Raubkopien und weitere Beweismittel beschlagnahmt. Zu den Einsatzschwerpunkten gehörten Zittau und Berlin. Drei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Der Raubkopierer-Bande wird vorgeworfen, seit 2007 über das Internet vor allem vom Raum Zittau aus knapp 40 000 gefälschte oder manipulierte Datenträger mit dem Computer-Betriebssystem „Windows XP“ vertrieben zu haben. Den Schaden bezifferte Microsoft auf etwa fünf Millionen Euro. Das Unternehmen sprach angesichts des Ausmaßes von „organisierter Kriminalität“. Die Täter hätten immer wieder über neue Strohmänner die Fälschungen im Internet zum Kauf angeboten und dabei auch mit gefälschten Pässen und Scheinadressen gearbeitet.

Zur Razzia bei insgesamt neun Tatverdächtigen wurden vier Haftbefehle vollstreckt: gegen zwei deutsche Männer (27/51) und zwei Tschechinnen (24/43). Während die jüngere Frau in Tschechien in Auslieferungshaft sitzt und nach Deutschland überstellt werden soll, wurde der Haftbefehl gegen die ältere gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Laut Microsoft sind Raubkopien oftmals mit Viren und Trojanern verseucht. Europaweit habe die Bande mehr als 40 000 Kunden betrogen. Vor anderthalb Jahren hätten Geprellte auffällig viele Fälschungen von „Windows XP“-Sicherungskopien an das Unternehmen gesandt. Microsoft reagierte damals zunächst mit eigenen Testkäufen und schließlich mit einer Strafanzeige.

Die Fahnder wollen nun das beschlagnahmte Material auswerten. Ermittelt werde wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs und Verstoßes gegen das Urheberrecht. An der Durchsuchungsaktion waren neben den Landeskriminalämtern von Berlin, Sachsen und Brandenburg sowie der Görlitzer Staatsanwaltschaft auch die tschechische Kriminalpolizei beteiligt.

dpa

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