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Wohlfahrtsverbände: Spendenbereitschaft der Sachsen „sehr hoch“

Anstieg zur Weihnachtszeit Wohlfahrtsverbände: Spendenbereitschaft der Sachsen „sehr hoch“

Vor allem zur Weihnachtszeit wollen viele Menschen Gutes tun. Oft beruhigt eine Geldspende für wohltätige Zwecke das Gewissen. Den Wohlfahrtsverbänden zufolge sind die Sachsen jedoch während des ganzen Jahres gute Spender - vor allem bei konkreten Projekten.

Sachspenden für das „Restaurant des Herzens“ in Erfurt. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Dresden. Für soziale Projekte, Flüchtlinge, bei Katastrophen - die Menschen in Sachsen spenden gern und gut. Und sie spenden vor allem auch während der Weihnachtszeit, wie eine Umfrage bei Wohlfahrtsverbänden ergab. Beim Spendensammeln werden das Internet, Aktionen wie Benefizkonzerte und -läufe oder das sogenannte Fundraising immer wichtiger.

Die Diakonie Sachsen bewertet die Spendenbereitschaft der Bürger als „sehr hoch“. Es sei nicht zu beobachten, dass diese abnehme, sagt Diakonie-Sprecherin Sigrid Winkler-Schwarz. „Im Gegenteil.“ Bei der Aktion „Brot für die Welt“ etwa kämen jährlich etwa eine Million Euro zusammen. Beim „Stollenpfennig“ während der Weihnachtszeit seien es rund 30.000 Euro. Spendenaufrufe bei Katastrophen blieben nie ungehört. So seien für die Opfer des Hurrikans Anfang Oktober in der Karibik mehr als 150.000 Euro eingegangen.

Schwieriger ist es bei den traditionellen Straßensammlungen. Im Frühjahr 2014 etwa waren es 102.000 Euro, ein Jahr später 97.000 Euro und in diesem Frühjahr noch rund 88.000 Euro. Bei den Herbstsammlungen ist der Trend ähnlich. „Es ist klar abwärts gegangen“, sagt Winkler-Schwarz. Der Grund: Es gebe immer weniger Sammler - altersbedingt. Jetzt sollen die Gemeinden und die evangelischen Schulen mehr eingebunden werden.

„Es werden weniger Sammler“, bestätigt der Caritas-Sprecher des Bistums Dresden-Meißen, Andreas Schuppert. „Die jungen Leute machen das nicht gern.“ Die Sammlungen der Caritas - dem katholischen Gegenstück der Diakonie - hätten im Frühjahr und Herbst zusammen etwa 80.000 Euro eingebracht. Tendenz fallend. Das Geld kommt unter anderem der Flüchtlingshilfe, aber auch der Arbeit mit älteren Menschen und Jugendlichen zugute.

Die Gemeinden würden zu Aktionen wie etwa einem Kuchenbasar angehalten, um die sinkenden Spenden wieder etwas auszugleichen, berichtet Schuppert. Noch relativ jung bei der Caritas ist die Methode des Fundraisings. Die Spenden fließen in eine Stiftung, deren Erträge für soziale Projekte verwendet werden.

„Die Bereitschaft der Menschen zu spenden ist hoch“, schätzt auch Schuppert ein. Das zeigten etwa die Kollekten, die immer am ersten Advent für Projekte in Osteuropa eingesammelt werden.

Beim Landesverband Sachsen des Deutschen Roten Kreuzes liegt das jährliche Spendenaufkommen - ohne Katastrophen oder Krisen - bei etwa 17.000 Euro, die vor allem für den Kinderhilfsfonds verwendet werden. „2016 werden wir durch gezielte Aktionen via Facebook und in Kooperation mit Firmen in der Vorweihnachtszeit ein erhöhtes Spendenaufkommen von voraussichtlich rund 26.000 Euro haben“, berichtet Pressereferent Torsten Wieland.

Vor allem bei Inlandskatastrophen sei die Spendenbereitschaft enorm. Allein beim Hochwasser 2013 seien 91.000 Euro gespendet worden. 2015 und 2016 sei zusätzlich Geld für Flüchtlinge gesammelt worden. 2015 waren es fast 64.000 Euro und 2016 für das Projekt „Traumahilfe für Flüchtlingskinder“ weitere 60.000 Euro.

Der Verein Sonnenstrahl in Dresden kümmert sich um an Krebs erkrankte Kinder und deren Familien. Nach eigenen Angaben werden täglich rund 1500 Euro an Spenden benötigt unter anderem für Elternwohnungen, Therapie- und Gruppenräume, finanzielle Hilfen, Unterstützung der Forschung und der kindgerechten Ausstattung der Stationen in der Uniklinik, für Ferienfreizeiten, Familienfahrten, Therapeuten.

„Die Online-Spenden über die Internetseite haben zugenommen“, sagt Geschäftsführerin Antje Herrmann. Immer mehr Firmen spendeten zudem das Geld, das für Weihnachtsgeschenke an die Kunden gedacht war. Immer wichtiger würden Aktionen wie Konzerte, Lesungen, Spendenläufe, Kuchenbasar. Beim  „Lauf mit Herz“ des Lessing-Gymnasiums in Döbeln seien 2016 rund 27.000 Euro eingenommen worden. Eine ähnliche Summe komme beim jährlichen Benefizkonzert in der Dresdner Frauenkirche zusammen.

Von LVZ

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