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Zahl der Behandlungen wegen Brustkrebsgen steigt auch in Sachsen

Zahl der Behandlungen wegen Brustkrebsgen steigt auch in Sachsen

Auch in Sachsen steigt die Zahl der Behandlungen wegen des sogenannten Brustkrebsgens. „Frauen sind sensibler bei dem Thema als früher“, sagte die Leiterin des Brustzentrums am Universitäts KrebsCentrum Dresden, Professor Pauline Wimberger, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

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Angelina Jolie hat sich beide Brüste amputieren lassen.

Quelle: dpa

Dresden/Leipzig. Im Zusammenhang mit dem Schritt der US-Schauspielerin Angelina Jolie warnte sie allerdings vor Hysterie und Nachahmung. Es gebe hierzulande feste Kriterien für einen solchen Eingriff. „In Deutschland sind um die zehn Prozent der Mammakarzinome genetisch bedingt.“ Bei entsprechendem Verdacht werden Betroffene in einem der 15 Brustkrebszentren behandelt, wo diese Anomalie sehr frühzeitig erkannt werden kann.

„Die Fallzahlen nehmen zu“, sagte Oberärztin Karin Kast. Das Interesse an genetischer Beratung und Diagnostik steige ebenso wie das Interesse an vorbeugenden Operationen. Patienten könnten an einem intensiven Früherkennungsprogramm teilnehmen, um Mammakarzinome im Frühstadium zu entdecken. „Das Sicherste für einen Träger dieser Mutation ist die Amputation“, erklärte Klinikchefin Wimberger.

Sachsen hat zwei kleine Zentren an den Universitätskliniken in Dresden und Leipzig. In Dresden wurde im vergangenen Jahr bei 36 Frauen ein „defektes“ BRCA1- oder 2-Gen festgestellt. In 11 Fällen wurde die Brustdrüse vorbeugend entfernt, teils waren die Betroffenen schon einseitig erkrankt. Das Zentrum betreut auch 10 gesunde Anlageträgerinnen, die sich vorbeugend operieren ließen. In Leipzig seien es nur Einzelfälle, sagte eine Sprecherin des Uniklinikums. Im Zuge der Jolie-Beichte gebe es aber vermehrt Anfragen dazu.

Bei einer OP wird das komplette Brustdrüsengewebe entfernt, vom Pathologen untersucht und später mit Implantaten oder Eigengewebe in der Regel aus der Bauchdecke rekonstruiert, erklärte Wimberger. Die Kosten trägt bei eindeutiger Indikation die Krankenkasse. Damit sinke das Krebsrisiko um 90 Prozent. „Es gibt aber gute Alternativen.“ So hätten Patientinnen bei intensiver Überwachung per Tastung, Ultraschall oder Kernspin auch eine gute Prognose. In 14 Jahren hatte das Dresdner Zentrum insgesamt 33 Patientinnen mit ein- oder beidseitiger Brustdrüsenentfernung.

dpa

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