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Zahl der Toten an innerdeutscher Grenze wird jetzt erforscht

Zahl der Toten an innerdeutscher Grenze wird jetzt erforscht

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall soll jetzt die Zahl der Toten an der innerdeutschen Grenze erforscht werden. Anliegen sei, die Biografien aller Opfer des DDR-Grenzregimes zu dokumentieren, teilte das Haus von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Freitag mit.

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Die Flucht aus der DDR bezahlten viele Menschen mit ihrem Leben. Ihr Schicksal soll nicht vergessen werden. Jetzt startet ein Forschungsprojekt.

Quelle: dpa

Berlin. Das Projekt wird demnach aus dem Etat des Kulturstaatsministers sowie von den Ländern Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hessen gefördert.

Bislang ist lediglich die Opferzahl an der Berliner Mauer wissenschaftlich erfasst. Danach starben zwischen 1961 bis 1989 mindestens 136 Menschen durch das DDR-Grenzregime.

Jahrelang hatte es Forderungen gegeben, die Gesamtzahl der Opfer zu erforschen. Der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Carl-Ludwig Thiele hatte sich wiederholt dafür stark gemacht. Die Schicksale der vielen Opfer der deutschen Teilung müssten aus der Dunkelkammer der Vergangenheit geholt werden, hatte er gesagt.

In einer Antwort auf eine Abgeordnetenanfrage hatte Neumann im September 2009 auf eine „Vorstudie“ verwiesen, nach der 1095 Verdachtsfälle an der innerdeutschen Grenze (ohne Berlin) zwischen 1945 und 1989 ermittelt worden seien.

Das neue Vorhaben soll wenige Tage vor dem 51. Jahrestag des Mauerbaus vom 13. August 1961 am kommenden Freitag in der Berliner Mauer-Gedenkstätte vorgestellt werden. Dazu werden neben Neumann auch der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh (SPD), Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) und der Chef der Staatskanzlei Hessen, Axel Wintermeyer (CDU), erwartet.

Das Projekt wird vom Leiter des Forschungsverbunds SED-Staat der Freien Universität Berlin, Klaus Schroeder, geleitet.

Jutta Schütz, dpa

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