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Zehntausende besuchen Dixieland-Jazzmeile in Dresdens Innenstadt

Zehntausende besuchen Dixieland-Jazzmeile in Dresdens Innenstadt

Europas größtes Oldtime-Jazz-Festival, das Dixieland in Dresden, zog am Sonnabend zehntausende Besucher zur Jazzmeile in die Fußgängerzone. Zwischen Hauptbahnhof und Altmarkt spielten etliche Bands auf insgesamt drei Bühnen die traditionsreiche Musik.

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Die Gyulaer BigBand auf der Dresdner Jazzmeile.

Quelle: Dominik Brüggemann

An unzähligen Getränke- und Essständen konnten sich die Besucher erfrischen und ihren Hunger stillen.

Aus Berlin reisten die „Jazzpolizisten" zu dem Festival an. Zu Takten aus Bertolt Brechts Dreigroschenoper begeisterten sie das Publikum unter anderem mit einem Megaphon-Solo und sorgten mit lockeren Sprüchen für gute Unterhaltung. Als Beweis ernteten sie im Anschluss an ihren Auftritt langanhaltenden Applaus.

Weniger überzeugt von der diesjährigen Jazzmeile waren Carmen und Claus Schellenberger. „Wir vermissen die vielen Bühnen, das artet eher in eine Konsumtempel aus", kritisierten sie die vielen Stände. Auf der anderen Seite verstünden sie auch die finanziellen Nöte der Organisatoren, die ihrer Meinung nach Ursache für die vielen Buden seien.

Aufgrund mangelnder Gelder hat das Internationale Dixieland Festival Dresden die Stadt um finanziellen Beistand ersucht. Bereits in diesem Jahr hatte Direktor Joachim Schlese die Kommune vergeblich um 50.000 Euro zur Unterstützung der für Fans kostenlosen Open-air-Konzerte gebeten. Perspektivisch hält er einen Beteiligung für erforderlich.

Es gehe um ein kleines Polster für den Fall, dass Sponsoren abspringen. Schlese macht geltend, dass die Stadt und die Händler von dem Ansturm des Publikums auch profitieren. Man brüstet sich mit dem Festival, aber wir bekommen nichts", sagte Schlese am Samstag in Dresden. Er fühle sich schon langsam wie ein Bettler. Das Festival rechnet in diesem Jahr erneut mit etwa 500 000 Besuchern.

Nach Angaben Schleses ist das Festival ohne die ehrenamtliche Arbeit von rund 300 Helfern ohnehin nicht machbar. „Sie arbeiten als Betreuer der Bands, Fahrer oder Dolmetscher und nehmen extra Urlaub für die Tage des Festivals." Im kommenden Jahr will Schlese der Stadt auflisten, wieviel Mehrwert sie aus dem Dixieland Festival schöpft.

Schlese sieht den Oldtimer-Jazz zumindest in Dresden nicht in die Jahre kommen. „Wenn er überall ausstirbt, bei uns nicht", gab sich der Direktor optimistisch. Tatsächlich versuchen die Organisatoren immer wieder, neue Konzertformen und Bühnen zu finden. In diesem Jahr gab es zum Beispiel eine Big Band-Party.

Der Strom der Bewerber für das Festival reiße nicht ab, hieß es. Die Band Jazzbreeze aus Travemünde habe zwölf Jahre auf ihren Auftritt in Dresden warten müssen. Inzwischen würden die Herren schon auf die „70" zugehen. Schlese strebt nach eigenem Bekunden sowohl beim Publikum als auch bei den Bands eine Mischung aus Jung und Alt an.

dpa / Dominik Brüggemann

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