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Zehntausende zur Walpurgis im Harz - Schlägerei im Westharz

Zehntausende zur Walpurgis im Harz - Schlägerei im Westharz

Zehntausende Menschen haben in der Nacht zum 1. Mai eine friedliche Walpurgis im Harz gefeiert. Zu den Veranstaltungen im Ostharz kamen insgesamt 23 900 Menschen, wie die Polizei am Samstag in Halberstadt mitteilte.

Thale/Halberstadt. In der Nacht wurde in rund 30 Harz-Orten traditionell mit Hexen und Teufeln der Winter vertrieben.

Dazu haben sich viele Einheimische mit Masken und Kostümen verkleidet. Die größte Walpurgisfeier mit viel moderner Technik, Laserstrahlen und Lichteffekten gab es mit rund 8000 Besuchern auf dem Hexentanzplatz bei Thale. Im Ort feierten weitere 3000. „Es war extrem ruhig und friedlich“, sagte der Sprecher.

Im Westharz hingegen gab es im Freibad in Rhüden eine handfeste Prügelei. Vier junge Männer im Alter von 17 und 18 wurden dabei derart verletzt, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Ein Mann wurde von den Beamten in Gewahrsam genommen, weil er ein verbotenes Butterfly-Messer bei sich hatte. Im Lagezentrum in Braunschweig berichtete ein Sprecher von weiteren einzelnen Schlägereien unter Betrunkenen an anderen Orten.

Für den Westharz hatte die Polizei keine Gesamtbesucherzahl parat. Die größten Walpurgisfeiern habe es in Braunlage mit rund 5000 Besuchern gegeben, etwa ebenso viele vertrieben in Hahnenklee den Winter. „Es war alles rege und gut besucht“, sagte ein Polizeisprecher in Clausthal-Zellerfeld. Im Lagezentrum in Braunschweig berichtete ein Sprecher von einzelnen Schlägereien unter Betrunkenen. Zu schweren Auseinandersetzungen sei es aber nicht gekommen.

Benannt ist die Walpurgisnacht nach der an einem 1. Mai heiliggesprochenen Heidenheimer Äbtissin Walpurga (710-779), der Schutzpatronin gegen Pest, Tollwut und Aberglauben. Die Feiern basieren ursprünglich auf heidnischen Bräuchen. In vorchristlicher Zeit wurde auf dem Brocken, der als Sitz von Göttern und Geistern galt, zu Frühjahrsbeginn ein Fruchtbarkeitsfest gefeiert. Mit Einführung des Christentums wurden die alte Bräuche umgedeutet. Es entstand der Hexen-Mythos.

dpa

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