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Zugunglück bei Bad Lausick: Leipziger Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Zugunglück bei Bad Lausick: Leipziger Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Nach dem schweren Zugunglück in der Nähe von Bad Lausick im September 2011 hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Anklage gegen einen 29-Jährigen erhoben. Dem Mann aus dem Landkreis Mittelsachsen wird fahrlässiger und gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr sowie fahrlässige Körperverletzung in insgesamt zwanzig Fällen zur Last gelegt, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

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Bei einem schweren Zugunglück sind zahlreiche Menschen verletzt worden.

Quelle: dpa

Leipzig. Der Angeschuldigte soll am 20. September gegen 13.10 Uhr am Bahnübergang bei Lauterbach, nördlich von Bad Lausick, einen Auffahrunfall verursacht haben und dabei das Auto einen 64-Jährigen auf die Gleise geschoben haben. Es kam zu einem Zusammenstoß mit dem Regionalexpress nach Leipzig, der durch die Wucht des Aufpralls entgleiste. Ein Wagen stürzte um und fiel auf ein Feld. Neben dem Zugführer wurden 21 Fahrgäste verletzt, davon fünf schwer. Insgesamt entstand bei dem Unglück eine Schaden in Höhe von 4,4 Millionen Euro.

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Bad Lausick/Wurzen. Der Verursacher des Zugunglücks bei Bad Lausick mit 23 Verletzten ist zu einer Geldstrafe verteilt worden. Das Amtsgericht in Wurzen sprach den 30 Jahre alten Mediengestalter am Donnerstag der fahrlässigen Körperverletzung und des fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr schuldig. Der junge Mann muss nun 150 Tagessätze zu je 15 Euro zahlen, insgesamt 2250 Euro.

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Nach Meinung der Staatsanwaltschaft soll der 29-Jährige „aus Unaufmerksamkeit zu spät gesehen haben“, dass am Lauterbacher Bahnübergang vor rot blinkendem Warnsignal und noch geöffneter Schranke das Auto des 64-Jährigen schon zum stehen gekommen war. Trotz Bremsung soll er mit seinem Transporter aufgefahren sein und schob so den Wagen auf die Gleise. Zusammen mit anderen Personen gelang es dem Mann noch, den verletzten 64-Jährigen aus seinem Auto zu befreien, ehe der Zug damit zusammenstieß.

Bisher soll sich der 29-Jährige noch nicht zu den Vorwürfen geäußert haben. Drei der leicht verletzten Fahrgäste hätten kein Interesse an einer Strafverfolgung gehabt, hieß es von der Anklagebank. Für den Fall einer Verurteilung sieht das Strafgesetzbuch eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor.

Neben dem Strafverfahren könnte auf den mutmaßlichen Unfallverursacher und seine Haftpflichtversicherung noch ein weiterer Prozess um Schadenersatz hinzukommen. „Wir behalten uns zivilrechtliche Ansprüche vor“, erklärte die Deutsche Bahn im Oktober 2011. Ein Wagen des Zuges der Baureihe VT 612 wurde mit Totalschaden verschrottet. Die restlichen drei Wagen ließ die Bahn in einem Spezialwerk in Kassel reparieren. Weitere Kosten sind durch die Sperrung der Strecke und den Schienenersatzverkehr entstanden.

mpu

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