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Zwangsversteigerung des Ritterguts von Wehrsport-Hoffmann war zulässig

Landgericht weist Klage ab Zwangsversteigerung des Ritterguts von Wehrsport-Hoffmann war zulässig

Die Zwangsversteigerung des Ritterguts von Karl-Heinz Hoffmann war rechtmäßig. Das Landgericht wies eine Klage des früheren Anführers der rechtsgerichteten Wehrsportgruppe Hoffmann zurück.

Das Rittergut Sahlis, jahrelang im Besitz des Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann, wurde zwangsversteigert - rechtmäßig, wie das Landgericht Leipzig jetzt feststellte.

Quelle: Jens Paul Taubert

Leipzig. Die Zwangsversteigerung des Rittergutes Sahlis auf Betreiben des Abwasserverbandes Wyhratal im Januar dieses Jahres ist rechtlich einwandfrei abgelaufen. Das hat das Landgericht Leipzig jetzt bekräftigt (Az.: 3 T 111/16) und eine sofortige Beschwerde des bisherigen Eigentümers Karl-Heinz Hoffmann zurückgewiesen. Der frühere Chef der inzwischen verbotenen Wehrsportgruppe Hoffmann hatte das 60.000 Quadratmeter große Grundstück mit Schloss und Park vor elf Jahren erworben und immense Abwasseranschlusskosten nicht beglichen. In seiner Beschwerde hatte er unter anderem den zu geringen Grundstückswert moniert.

Der 78-jährige Franke hatte den Verlust von rund 2,4 Millionen Euro für seine Stiftung beklagt und von entschädigungsloser Enteignung gesprochen. Davon könne keine Rede sein, so die Leipziger Richter, da die Enteignung öffentlichen Zwecken diene. Der Verkehrswert war vom Amtsgericht Leipzig im August 2015 auf einen symbolischen Euro festgesetzt worden und könne nicht mehr angefochten werden.

Selbst die Ankündigung der Meistbietenden, aus dem Versteigerungsobjekt ein Konzentrationslager zu machen, würde die Rechtswirksamkeit des Zuschlagsbeschlusses nicht infrage stellen, so die Richter. Derartige Vorgänge würden nicht protokolliert und blieben unberücksichtigt: „Das Versteigerungsgericht kann nicht die Gesinnung der Bieter prüfen.“

Der Ersteher aus Oberhausen konnte bislang weder identifiziert werden, noch ging die Versteigerungssumme beim Abwasserverband ein. „Wenn in den nächsten zehn Tagen nichts kommt, werden wir mahnen und notfalls ein neues Versteigerungsverfahren anschieben“, sagte Betriebsleiter Peter Hiensch. Andere Bieter stünden noch auf der Matte.

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