Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Zwei Sachsen lassen sich für ZDF-Doku "Make Love" beim Sex filmen

Paar aus Dresden und Leipzig Zwei Sachsen lassen sich für ZDF-Doku "Make Love" beim Sex filmen

Sex vor der Kamera und 2,5 Millionen Menschen schauen zu: Das ist nicht jedermans Sache. Ein Paar aus Leipzig und Dresden hat sich dennoch vor die Kamera gelegt, für die ZDF-Doku "Make Love - Liebe kan man lernen".

Die beiden Sachsen bei den Dreharbeiten zur ZDF-Doku und im wirklichen Leben.

Quelle: ZDF/Antje Schneider

Dresden. Kameras, Regieassistenten, Maskenbildner, ein knisternder Kamin – ein Raum voller Menschen und mitten auf einem ausgeleuchteten Bett ein Paar beim Liebesakt. Die Liebenden, die dort liegen, sind die Dresdner Steffi Köhler und Erik Engelhardt. Sie waren in der vergangenen Woche das Modell-Paar für eine Folge der ZDF-Doku „Make Love – Liebe machen kann man lernen“.
 
Die Sendung hat für Furore gesorgt. Mit 2,51 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 11,8 Prozent hat die Aufklärungsserie um 22.15 Uhr sogar mehr Publikum als die Tagesthemen erreicht. Bei „Make Love“ kommen echte Paare mit echten Problem zu Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning und lassen sich von ihr erklären, wie Liebe geht. Mit Fingerspitzengefühl diskutiert sie mit den Paaren und zeigt, wie das Sexualleben deutlich verbessert werden kann. Als „Anschauungsmaterial“ zeigt sie ein Liebespaar im Akt.
 
Seit dreieinhalb Jahren sind Steffi Köhler aus Dresden und ihr Partner Erik Engelhardt aus Leipzig ein Paar. In Berlin haben sie in den intimsten Momenten vor der Kamera – man kann schon sagen – gelegen. Auf die Sendung aufmerksam geworden sind sie vor einigen Monaten. „Die Sendung hat eine gute Aufgabe“, findet Engelhardt. „Es ist ein beherztes Aufklärungsformat und kein Schund.“

Sex nach Drehbuch

Gedreht wurde innerhalb von zwei Tagen. Sein Liebeslager durfte sich das Paar nach ihren eigenen Wünschen herrichten. Gearbeitet wurde nach Drehbuch. „Wir haben einige Regieanweisungen bekommen, hatten aber trotzdem noch Mitspracherecht“, erzählt Steffi Köhler. „Wir waren uns einig, das Liebesspiel in einer fließenden Situation umzusetzen.“ Sie zeigten Berührungen, Gespräche und tauschten intime Blicke – vor laufender Kamera. Das Lampenfieber kam erst, als das rote Licht der Kamera leuchtete, erinnert sich Erik. „Es war uns von Anfang klar, dass das kein Porno-Dreh war. Wir mussten keine Leistungen erbringen, sondern einfach nur so sein, wie wir als Paar sind“, erzählt er. „Es ist schon sehr nah an dem dran, wie wir Liebe machen.“
 
Die Tipps und Tricks, die während der Sendung erklärt wurden, waren für Erik und Steffi kein Neuland. Die beiden bieten in Workshops Yoga für Liebende. Einiges von ihrem Wissen über tantrische und yogische Praktiken konnte das Paar mit in die Sendung einfließen lassen. Trotz der familiären Stimmung am Set fiel es Erik anfänglich schwer, sich mit ganzem Einsatz auf seine Partnerin zu konzentrieren. „Im Fernsehen sieht man ja nur uns als Paar und niemanden drum herum. Die Herausforderung dabei war, all die Leute im Raum auszublenden, sich komplett auf das Liebesspiel einzulassen.“
 
Einen wertvollen Tipp zum Arbeiten vor der Kamera bekam er übrigens ausgerechnet von einem Pornodarsteller auf der Leipziger Buchmesse, der ihm geraten hat, mehr auf die Kamera als auf den Regisseur zu achten. „Es kam mir vor wie ein Spiel“, sagt Steffi. „In keinem Moment während des Drehs habe ich mich unwohl gefühlt oder mich gefragt, ob das genügt. Es hat sich sehr natürlich angefühlt – denn das ist das Liebesspiel eben auch.“ Ein beeindruckender Moment für das Liebespaar war, als während der Dreharbeiten absolute Stille am Set herrschte. „Es war, als hätten die Leute um uns herum gemerkt, was für einen intimen Moment wir erlebt haben“, erinnert sich Steffi. „Es war ein Genuss, diese Aufmerksamkeit zu bekommen.“
 
Wenn sie mit der Sendung eine Botschaft hätten senden wollen,wäre es die, dass niemand perfekt ist. „Wir sind auch nur ein Liebespaar und fühlen uns so wohl wie wir sind“, sagt Erik. „Wir sind wie alle.“

Juliane Weigt

Die Reihe läuft im ZDF immer dienstags um 22.15 Uhr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr