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Zwei Tote bei Cessna-Absturz in der Sächsischen Schweiz - Flugschreiber geborgen

Zwei Tote bei Cessna-Absturz in der Sächsischen Schweiz - Flugschreiber geborgen

Dresden. An Bord des abgestürzten Unglücksjets aus Prag waren keine Passagiere. Das steht nach Angaben der Ermittler jetzt fest. Demnach sind bei dem Absturz des Kleinflugzeugs am Sonntagabend in der Sächsischen Schweiz die beiden Piloten ums Leben gekommen.

Sie müssten nun von Rechtsmedizinern endgültig identifiziert werden, teilte die Polizei am Mittwoch in Dresden mit.

Nach den an der Absturzstelle gefundenen Papieren handele es sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ um eine 27-Jährige aus Tschechien und einen 32 Jahre alten Slowaken. Die Behörde korrigierte damit bisherige Angaben. Die Bergung menschlicher Überreste wurde am Mittwoch abgeschlossen. Danach können weitere Opfer ausgeschlossen werden. Zudem wurde der Flugschreiber gefunden.

Bisher war unklar, wie viele Menschen in der Cessna C 550 saßen, die nach einem Funkkontakt mit der Deutschen Flugsicherung plötzlich vom Radarschirm verschwunden war. Der zweistrahlige Geschäftsreisejet Citation hatte bei Reinhardtsdorf-Schöna stark an Höhe verloren und war nahe dem Großen Zschirnstein (562 Meter) zerschellt. An der Absturzstelle hat es nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Braunschweig (BFU) auch gebrannt. Ob der geborgene Flugschreiber nun aussagekräftige Daten über die letzten Minuten des Fluges liefert, sei noch nicht sicher, so die Polizei.

 

Die Bergung von Wrackteilen wird durch das unwegsame Gelände am Unglücksort im Elbsandsteingebirge - einem bei Bergsteigern beliebten Klettergebiet - erschwert. Die Sicherung der großen Trümmerteile sei wegen des felsigen, dichtbewaldeten Geländes und der Hanglage kompliziert, sagte ein Polizeisprecher. Für die zum Abtransport nötige Technik müsse erst eine Schneise geschlagen werden. Der Jet war in Tschechien für den Flugverkehr zugelassen und für die Firma Timeair unterwegs. „An Bord war nur die zweiköpfige Crew“, sagte Milan Pecnik vom tschechischen Institut zur Untersuchung von Luftunfällen der dpa in Prag.

 

Nach Angaben der Polizei in Dresden wird die Suche nach den Wrackteilen noch mehrere Tage dauern. Anfang April will die BFU dann einen ersten Bericht mit den gesicherten Fakten ins Internet stellen. Der Abschlussbericht mit der Ursache soll jedoch erst in einigen Monaten vorliegen.

dpa

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