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Zweiter schwerer EHEC-Fall in Sachsen bestätigt - 34-jährige Frau aus Dresden infiziert

Zweiter schwerer EHEC-Fall in Sachsen bestätigt - 34-jährige Frau aus Dresden infiziert

Dresden/Berlin. In Sachsen gibt es einen zweiten scwheren EHEC-Fall. Betroffen ist eine 34 Jahre alte Frau aus Dresden, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Ralph Schreiber, am Freitag sagte.

Die Patientin liegt seit Anfang der Woche in der Uni-Klink. Dort wird bereits seit der vergangenen Woche eine 60-jährige Patientin betreut, die an HUS, der schweren Verlaufsform der EHEC-Infektion, leidet und nach Auskunft der Klinik weiter auf dem Wege der Besserung ist.

HUS ist die Abkürzung für hämolytisch-urämisches Syndrom, eine schwere Verlaufsform der EHEC-Infektion. Dabei kann es vor allem zu schweren Nierenschäden kommen. In Deutschland sind bislang mehr als 2000 bestätigte EHEC-Infektionen und Verdachtsfälle bekannt. Rund 500 Patienten leiden an HUS.

Bislang gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Sachsen 17 bestätigte EHEC-Infektionen. Seit Mittwoch kamen damit zwei neue Fälle hinzu. Nach wie vor zeichne sich bei den Infektionen keine regionale Häufung ab, sagte Schreiber. Drei der Betroffenen hätten sich vor ihrer Erkrankung im Norden Deutschlands aufgehalten. Bei Händlern und Erzeugern werde Gemüse weiterhin stichprobenartig untersucht. Bisher habe es aber keine Hinweise auf das Darmbakterium gegeben.

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Dresden/Berlin. In Sachsen gibt es einen zweiten schweren EHEC-Fall. Betroffen ist eine 34 Jahre alte Frau aus Dresden, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Ralph Schreiber, am Freitag sagte. Die Patientin werde in der Uni-Klink behandelt. Trotz kompletter Unsicherheit über die Quelle der EHEC-Infektionen halten die deutschen Behörden weiter an der Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat fest.

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Trotz kompletter Unsicherheit über die Quelle der EHEC-Infektionen halten die Behörden an der Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat insbesondere in Norddeutschland fest. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich betroffen von der Krankheitswelle. Keine restlose Sicherheit gibt es bei Milch und Fleischprodukten.

„Die Bundeskanzlerin versteht sehr gut die Sorge, die dieses Thema für viele Menschen im Moment bedeutet“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Mit Blick auf die teils dramatischen Krankheitsverläufe sagte er: „Das verunsichert jeden von uns, und das zwingt jeden von uns zu Vorsichtsmaßnahmen, die wir vielleicht lieber nicht treffen würden.“ Merkel lasse sich regelmäßig über den Stand der Dinge unterrichten.

An der Verzehrwarnung habe sich nichts geändert, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Bei den von den Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) befragten EHEC-Infizierten habe sich als größte Übereinstimmung ergeben, dass die meisten Gurken und Tomaten gegessen hätten, erläuterte der Sprecher des Verbraucherministeriums, Holger Eichele. Die Übereinstimmung betrage hier 90 Prozent, bei Salat sei es etwas weniger gewesen. „Die Experten wären sicherlich froh, ganz eindeutige Antworten geben zu können.“ Doch die Quelle ist laut Regierung weiter nicht identifiziert.

Restlose Sicherheit gibt es auch nicht bei Milch und Fleischprodukten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung habe mitgeteilt, dass diese Nahrungsmittel als Übertragungsweg „eher auszuschließen“ seien, sagte Eichele. Bei früheren EHEC-Ausbrüchen stand Milch und Fleisch dagegen im Zentrum.

Die Bundesregierung schließt Änderungen am Krisenmanagement nicht aus. Auf die Frage, ob dieses gegebenenfalls verstärkt werde, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert, es werde immer dem Umfang, dem Ausmaß und der Schwere der Krise entsprechen.

dpa

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