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350 Menschen demonstrieren in Chemnitz gegen neuen Thor-Steinar-Laden

350 Menschen demonstrieren in Chemnitz gegen neuen Thor-Steinar-Laden

Anwohner, Händler und Politiker haben am Freitag in Chemnitz gegen ein neues Geschäft mit Kleidung der bei Neonazis beliebten Marke Thor Steinar protestiert. An der Demonstration mit anschließender Kundgebung vor dem Eckgeschäft beteiligten sich etwa 350 Menschen.

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350 Menschen demonstrieren gegen einen Thor-Steinar-Laden in Chemnitz.

Quelle: dpa

Chemnitz. Der Aktion unter dem Motto „Bunt statt Braun“ sollen in den nächsten Wochen weitere Proteste folgen.

Das Bündnis „Bunter Brühl“ um die SPD-Landtagsabgeordnete Hanka Kliese will damit erreichen, dass der Laden aufgegeben wird. Der Vermieter aus Bayern hat den Angaben zufolge bereits anwaltlichen Rat gesucht - offenbar um auszuloten, welche Chancen eine Kündigung hätte. Das Bündnis wird auch von der Stadtverwaltung unterstützt, die das in den vergangenen Jahren heruntergekommene Viertel um den einstigen Prachtboulevard Brühl vor allem für studentisches Milieu attraktiv machen will.

Kliese begründete den Widerstand gegen das Geschäft damit, dass die Produkte der Marke Thor Steinar das Erkennungszeichen in der rechtsextremistischen Szene seien. Auch gegen andere Chemnitzer Läden, die das Label in ihrem Angebot haben, soll sich der Protest ausweiten. Die nächsten Absprachen sollen bei einem Treffen am 22. März getroffen werden.

Das neue Geschäft hatte zu Monatsbeginn zunächst unter dem Namen „Brevik“ eröffnet. Unter Anwohnern und Politikern hatte dies Empörung ausgelöst, weil sie sich an den Norweger Anders Behring Breivik erinnert fühlten, der im vergangenen Sommer bei zwei Attentaten 77 Menschen umgebracht hatte. Die Brandenburger Firma hinter Thor Steinar hatte die sprachliche Ähnlichkeit als „fatal, aber nicht gewollt“ bezeichnet. In der vergangenen Woche benannte sich das Geschäft in „Tønsberg“ um, wie „Brevik“ ein norwegischer Ortsname.

dpa

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